Archiv der Kategorie 'Syndikalismus'

Erich Mühsam Gedenken 2014

Samstag 12.07.2014 | Erich Mühsam Gedenkdemo und Fest | S-Oranienburg/Zukunft am Ostkreuz
2014 jährt sich der Todestag Erich Mühsams zum achtzigsten mal. Zu diesem Anlass wird es am 12. Juli gleich zwei wichtige Termine in und bei Berlin geben. Zunächst läuft unter dem Motto „Sich fügen heißt lügen – Kampf den alten und neuen Nazis – In Gedenken an Erich Mühsam“ um 13 Uhr die Gedenkdemonstration in Oranienburg los. Den Aufruf und weitere Infos zur Demo findet ihr hier. Außerdem gibt es noch ein kleines, aber feines Mobivideo. Danach geht’s mit prall gefülltem Timetable weiter im Zukunft am Ostkreuz. Ab 16 Uhr werden euch auf vier Bühnen Literatur, Musik und Diskussionen rund um Mühsam, Antifaschismus und linksradikaler Kultur geboten. Das ausführliche Programm, Hintergrundinfos etc. findet ihr auf der offiziellen Seite des Erich-Mühsam-Festes. Hin da, vorbeischauen lohnt sich!

Wohin in den Maitagen?

Workers Memorial Day, Walpurgisnacht, Kampftag der Arbeit…

Der erste Mai steht vor der Tür! Grund zu allerlei düsteren Prophezeiungen in Boulevardpresse und Polizeizirkeln. Andererseits stellt sich für uns Aktivistinnen und Aktivisten die Frage, wie wir unseren Protest rund um dieses historische Datum zu artikulieren gedenken. Da unsere große Stadt aber noch nicht vollkommen gentrifiziert ist, ist sie voller Arbeitsamer, innovativer Querdenkerinnen und Querdenker. Und das ist dann Wohl der Grund, weshalb wir uns mit so einer Unglaublichen Menge von angekündigtem Protest konfrontiert sehen. Da wir nun aber den gesamten Protest unterstützen möchten, dürfen wir nicht den Überblick verlieren. Oder vielleicht haben wir von Manchen angesprochenen Themen und Veranstaltungen noch nie gehört? Aus beiden Gründen haben wir euch mal ein paar Veranstaltungen zusammengestellt zu denen wir aufrufen:

| 28. April | Workers Memorial Day |
Der Workers Memorial Day ist ein internationaler Tag des Gedenkens an Lohnarbeiter, die aufgrund von Arbeit getötet, verstümmelt, verletzt wurden oder erkrankt sind. Dabei ist stehen Vergiftete Brasilianerinnen und Brasilianer genauso im Mittelpunkt wie tief Gestürzte Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter auf der Baustelle des neuen Hauptstadtflughafens. In Berlin werden wir deshalb wie schon im letzten Jahr eine Kundgebung durchführen. Allerdings dieses Jahr um 14 Uhr vor dem Rathaus Neukölln.

| 28. April | Graffiti-Jam |
„Fistful of Rage“. Graffiti-Jam gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung. Lasst eure Wut gegen steigende Mieten, zunehmender Polizeirepression und Terror durch das Jobcenter kreativ aus euch heraus. Stellwände und Dosen stellen wir. Dazu Live-DJing und feine Überraschungen. „Take Back The City!“
15 Uhr, Leopoldplatz (Wedding)

| 28. April | „Wohnung gesucht? Haus steht leer!“ |
Bei steigenden Mieten in der ganzen Innenstadt. Im Norden Neuköllns werden inzwischen Kaltmieten (Miete ohne Betriebskosten und Heizung) zwischen 10 und 13 Euro pro m² verlangt und teilweise auch gezahlt. Dabei steht die Weisestraße 47 seit Jahren nahezu gänzlich leer. Ein Jahr nach der sofort geräumten Besetzung findet wieder eine Kungebung statt.
16 Uhr, Weisestraße 47 (nahe U Boddinstraße)

| 30. April | Antikapitalistische Walpurgisnacht |
Die Antikapitalistische Walpurgisnacht bleibt im Wedding, wo das Bündnis Hände Weg vom Wedding nun schon seit mehreren Jahren politische Arbeit gegen Kiezumstrukturierung und Verdrängung. Kundgebung mit Redebeiträgen und Performances von: Lena Stöhrfaktor, Refpolk, The Incredible Herrengedeck, Kaveh, Gitta Spitta, The Bottrops und anderen. Die Straße ist das Feld der sozialen Auseinandersetzungen. Darum möchten wir euch zu unserer Kundgebung einladen, kennenlernen, vernetzen und gemeinsam gegen den neoliberalen Umbau der Stadt auf die Straße gehen.
15 Uhr, S Gesundbrunnen
Dann die klassische Demonstration unter dem Motto „Take back the City“. Wir, die von Häuserräumungen und Verdrängung, von Rassismus und sozialer Ausgrenzung, von polizeilichen Kontrollen und Schikane durch das Jobcenter betroffen sind, lassen uns nicht einschüchtern! Darum: Kommt in den Wedding, für eine antikapitalistische Perspektive – ohne rassistische Diskriminierung und Ausbeutung. Wir sind alle betroffen – und solidarisch.
20.30 Uhr, S Gesundbrunnen

| 1. Mai | Gewerkschaftsdemonstration |
Die Jährliche Veranstaltung des DGB zum Internationalen Kampftag ist zwar unserer Meinung in ihren Forderungen nicht ausreichend, allerdings wird es deshalb umso wichtiger auch antikapitalistische und revolutionäre Elemente einzubringen. Des Weiteren ist es auch wichtig in jedem Moment für jede noch so kleine Verbesserung unserer Lebensumstände zu kämpfen und möglichst breite Bündnisse zu schmieden. Kommt zum klassenkämpferischen Block.
9.30 Uhr Hackescher Markt

| 1. Mai | Schöneweide |
Der Tag der Arbeit bleibt antinational! Wieder versuchen Nazis in Berlin Fuß zu fassen. Deshalb rufen unter anderen die Bündnisse „Erster Mai – Nazifrei!” und „Gemeinsam gegen Nazis“ zu Massenblockaden gegen einen geplanten Aufmarsch der NPD in Berlin auf. Dazu gibt es einige Treffpunkte. Kommt rechtzeitig zur revolutionären Demonstration nach Kreuzberg.
09:00 Uhr, S-Bahnhof Neukölln | 09:00 Uhr S-Bahnhof Ostkreuz | 10:00 Uhr Cajarmarcaplatz am S-Bahnhof Schöneweide

| 1.Mai | Revolutionäre Demonstration |
Die wichtigste Demonstration der Maitage! Wir werden ein klares Zeichen setzen, dass die Geschichte auch im dritten Jahrtausend noch weitergeht. Wir lassen unseren Widerstand weder klein unterdrücken noch diskreditieren. Lasst uns gemeinsam der Welt zeigen, was wir uns für ein Gesellschaft vorstellen. Unterstützt außerdem den anrchistischen Block von AFB und ASJ. Anarchie ist möglich! „Die einzige Lösung – Revolution! Zusammen kämpfen gegen Kapitalismus, Krise und Krieg!“
18 Uhr, Spreewaldplatz

| 2.Mai | Tag der Erwerbslosen |
Demo zum internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen. Wie jedes Jahr treffen sich um 13.00 Uhr Arbeitslose, die, die sich dafür halten und die, die es werden wollen, zur machtvollen Demonstration. Kein Schweiß für Geld! Mein Freund ist Roboter!
13 Uhr, Senefelderplatz

Streik in Südafrika beendet!

beendeter streik südaf

Sechs Wochen lang befanden sich die Bergarbeiter Südafrikas im wilden Streik, jetzt ist der Arbeitskampf gegen „Lomin“ beendet. Nachdem man sich auf eine Lohnerhöhung von 22% und eine Einmalzahlung von umgerechnet 185€ geeinigt hatte, stimmten die Arbeiter zu, am heutigen Donnerstag die Arbeit wieder aufzunehmen. Nach der Verkündigung des Verhandlungsergebnisses brachen allerorts die 28.000 Minenarbeiter in Jubel aus. Wir freuen uns mit ihnen und gratulieren zu diesem entscheidenen Sieg.

Jung und Billig

jungundbilligplakat2
Jung und Billig – Eine Kampagne stellt sich vor
Am 16.12 ist offizieller Kampagnenstart der Jung und Billig Kampagne. An dieser Stelle wollen wir der Kampagne nochmal Platz geben sich vorzustellen. Der folgende Artikel ist auch in der neuen Ausgabe des Schwarzen Kleeblatts zu finden.

Jung und Billig?!
Gegen Ausbeutung im Minijob

Am 16.12.2011 ist offizieller Kampagnenstart der Jung und Billig Kampagne in Berlin. Wer wir sind, was wir mit der Kampagne erreichen wollen und was ihr machen könnt, um daran teilzuhaben, wollen wir hier für euch klären.

MinijobberInnen begegnen uns in letzter Zeit immer häufiger im Alltag. Sie sind die Menschen, die uns im Gruselkabinett erschrecken, uns in Gaststätten bedienen und unseren Einkauf über das Warenband laufen lassen. In allen Betrieben, in denen man relativ flexibel mit seinen Angestellten umgehen kann, werden MinijobberInnen immer beliebter, um Vollzeitangestellte zu ersetzen und Sozialabgaben niedrig zu halten. Die Angestellten müssen nicht nur in ihrer Arbeitszeit flexibel bleiben, sondern auch immer mehr hinnehmen, dass ihr/e ChefIn auch relativ flexibel mit ihren Rechten rumspielt.
Hier liegt die große Gemeinsamkeit bei allen Minijobs. Der Grad, in dem vorallem jungendliche MinijobberInnen für ihre Unerfahrenheit ausgenutzt werden, wird allgemein unterschätzt.
Und um genau das zu ändern, haben wir die Jung und Billig Kampagne ins Leben gerufen.

Wer steht hinter dem Projekt
Die Kampagne wird in erster Linie von einer Arbeitsgruppe der Anarchosyndikalistischen Jugend (ASJ) Berlin getragen. Die ASJ ist eine Jugendgruppe, deren Kernidee die Selbstverwaltung aller Menschen in all ihren Lebensbereichen ist. Teil dieser Selbstverwaltung ist es, dass wir unsere Probleme im Alltag angehen müssen. Und zwar mit den Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind, wie wir selbst. Eine besondere Rolle spielt dabei für uns, gemeinsam unsere Arbeitsbedingungen zu verbessern. Und so lag der Gedanke auch nicht fern, uns als MinijobberInnen innerhalb der ASJ zusammen zu finden, um uns darüber auszutauschen, wie wir konkrete Verbesserungen in unseren jeweiligen Betrieben durchsetzen können.
Die Idee zur Jung und Billig Kampagne kam uns vorallem durch eine befreundete Gruppe in Schweden, die ein ähnliches Projekt gestartet hatte und viele Leute dazu inspirierte, sich gegen ihre Chefs zu wehren. Außerdem stehen wir als ASJ der Basisgewerkschaft FAU nahe, deren Arbeitskämpfe wir immer wieder unterstützen und auf deren Erfahrungen wir immer zurückgreifen können.
Die erste Arbeit begann vor etwas mehr als einem Jahr. Es dauerte eine Weile, Vorgehensweisen zu überlegen, uns ins Arbeitsrecht einzulesen und außerdem wechselte die personelle Zusammensetzung der Arbeitsgruppe des Öfteren. Sicherlich können wir nicht davon ausgehen, dass die Arbeit jemals komplett abgeschlossen ist, doch die Kampange hat immer mehr an Form gewonnen und ist nun soweit an die Öffentlichkeit zu gehen.

Wohin es gehen soll, entscheidet ihr
Was die Kampagne will und wo sie hinführt hängt in erster Linie damit zusammen, was ihr als MinijobberInnen für Forderungen stellt. Wir von der Kampagne wollen uns nicht aufspielen und euch alles Vorgeben, was ihr wie zu ändern habt. Das können wir auch gar nicht, da jeder Mensch, jede Belegschaft und jeder Betrieb anders ist. Was wir euch aber bieten können ist, euch Hilfestellung beim kennenlernen eurer Rechte zu geben. Wir können euch Tipps geben wie ihr eure Forderungen umsetzten könnt und vor allem werden wir euch unterstützen, wenn ihr und eure KollegInnen einen offenen Konflikt mit dem/r ChefIn austragen wollt.
Wir haben also die nötigen Strukturen, um euch zu helfen selbstbewusst für eure Interessen einzutreten. Wirklich beleben könnt nur ihr sie.
Der erste Schritt, den ihr machen könnt um aktiv zu werden, ist praktisch schon getan: sich zu informieren. Die folgenden Schritte können euch in viele Richtungen führen. Ob ihr euch dazu entscheidet, durch einzelne Aktionen den Alltag angenehmer zu gestalten, oder ihr dafür sorgen wollt, dass es auf eurer Arbeit eine nachhaltige Organisation für Minijobbende gibt. Sicher ist, dass die Jung und Billig Kampagne euch gerne bei jedem Schritt unterstützt, den ihr macht, um gegen Ausbeutung im Minijob vorzugehen.

Die Kampagne findet ihr unter: Minijob.cc

Oder auf Facebook

Kundgebungen gegen Lohndumping und Outsourcing in Berlin-Neukölln!

ballywullfkundgebung
18.11.2011 | Kundgebung | 14.00 Uhr am Maybachufer Ecke Pannierstraße
Der folgende Artikel über den morgigen Aktionstag ist von der Internetseite der FAU übernommen

Am Rande der letzten Kundgebung machte einer der Geschäftsführer des Spielautomatenherstellers Bally Wulff noch ein mündliches Gesprächsangebot. Wir hofften hinsichtlich der Änderungskündigungen zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Statt die erwartete Einladung auszusprechen, versucht die Geschäftsführung nun juristisch gegen die FAU Berlin vorzugehen. Trotz dieser Konfrontation wird sich die FAU Berlin weiterhin mit gewerkschaftlichen Aktionen für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen einsetzen und ruft zum bundesweiten Aktionstag am Fr, 18.11. auf. Gleichzeitig betonen wir, dass wir auch weiterhin gesprächsbereit sind.

Juni 2012 soll die Abteilung Siebdruck des Spielautomatenherstellers Bally Wulff Entertainment GmbH (Maybachufer 48-51) geschlossen werden. Den verbleibenden Siebdruckern der Abteilung wurden bereits im September 2011 Änderungskündigungen für eine neue Tätigkeit im Unternehmen ausgehändigt. Das Weiterbeschäftigungsangebot beinhaltet unannehmbare Verschlechterungen in Sachen Bezahlung, Arbeitszeit und Urlaubsanspruch. (mehr…)

Schwarzes Kleeblatt Nr. 5 erschienen

Endlich ist es da! Das Schwarze Kleeblatt Nr. 5 ist erschienen. Diese Ausgabe führt euch mal wieder durch ein breites Spektrum an Themen. Vom aktuellen Konflikt in einem berliner Späti in den die FAU Berlin involviert ist, bis zum Aufbau und Nutzen von Open Source Programmen und dem Start einer Theoriereihe zu antiautoritären Schulen ist alles dabei. Also haltet Ausschau nach gedruckten Exemplaren, oder ladet euch die neue Ausgabe einfach hier runter.

ASJ Rundreise in Norddeutschland

10.-12.06.2011 | Rundreise der ASJ Berlin
Im Zuge einer Rundreise werden wir die Vortragsveranstaltung „Was ist die ASJ?“ sowohl in Aurich, als auch in Hannover wiederholen. Damit wollen wir der Idee einer anarchosyndikalistischen Jugend in anderen Städten vorschub leisten und unter Anderem über unsere Struktur, Arbeitsweisen und Arbeitsbereiche erzählen und hoffen, so zur Gründung einer eigenen ASJ Initiative oder Ortsgruppe zu bewegen. Nach dem Vortrag wird es eine lockere Diskussionsrunde zu allen anfallenden Fragen sowie zu positiver und negativer Kritik geben.

10.06.2011 | Aurich | 21h | Infoladen Aurich |
12.06.2011 | Hannover | 18h | UJZ Korn

Wenn Du möchtest, dass wir auch in deiner Stadt mal vorbeikommen, dann kontaktiere uns doch einfach!

Es geht um viel mehr….

ASJ_Berlin_Schulstreiklogo

Wie nun schon zum wiederholten Male, findet heute, am 09.06.2011, der sogenannte Bildungsstreik statt. Viele verschiedene Gruppen und Menschen sind auch dieses Jahr wieder mit dabei, um gemeinsam gegen die Schule, wie sie ist, zu demonstrieren. Doch hinter dieser Forderung stehen ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, wie diese „bessere“ Schule, wie dieses Jahr der die GEW (LehrerInnengewerkschaft) verlangt, aussehen soll.
Geht es einigen nur um mehr Geld für LehrerInnen und die Schulgebäude, so geht es uns um viel mehr: (mehr…)

Rudolf Rocker soll verschwinden

Im Folgenden dokumentieren wir die Stellungnahme des Instituts für Syndikalismusforschung, dem wir damit unsere Solidarität aussprechen wollen. Aktuelle Informationen zu den weiteren Entwicklungen auf der Sonderseite Rudolf Rocker.

Erklärung des Instituts fürSyndikalismusforschung
Das Institut für Syndikalismusforschung legt seinen Schwerpunkt auf die Erforschung und Begleitung der syndikalistischen Bewegung im deutschsprachigen Raum. Durch eigene ehrenamtliche Fleißarbeit und die Zuarbeit von solidarischen Historikern und Forschern, haben wir seit 2007 eine umfangreiche und stets wachsende Datenbank zur Geschichte der deutschsprachigen syndikalistischen Bewegung aufgebaut – www.syndikalismusforschung.info. (mehr…)

Dritte Ausgabe des Schwarzen Kleeblatts ist da!

Schwarzes Kleeblatt der ASJ Berlin

Die mittlerweile dritte Ausgabe des Schwarzen Kleeblatts ist fertig!
Wir wünschen euch – wie immer – viel Vergnügen beim lesen!
[Download]

Aus dem Editorial:

„Wenn ihr eure Ketten nicht zerreißt,
von selber brechen sie nicht.“ Dieses Zitat Erich Mühsams scheint Gehör gefunden zu haben. Aber nicht etwa hierzulande, nein, es ist mal wieder Spanien in dem der Aufstand die Straße sucht. Im Vorfeld der kommenden Wahlen haben sich dort massive Proteste formiert und wir nehmen dies zum Anlass die Ausgabe Nr. 3 des Schwarzen Kleeblatts mit einem Bericht der spanischen Gewerkschaft CNT zu beginnen, um einem Teil dieser Protestbewegung eine Stimme zu geben.

Seine Stimme soll diesen Sommer auch Erich Mühsam zurückgewinnen. In Erinnerung an den 1934 ermordeten Anarchisten, veranstaltet die ASJ-Berlin dieses Jahr ein Hoffest in Berlin-Kreuzberg. Genau der Bezirk, der trotz oder gerade wegen seiner alternativen Kultur Ziel eines Neonaziaufmarsches werden sollte. Einen Demobericht
und genaueres zum Erich Mühsam Fest findet ihr in der Rubrik „Regionales“.
Die Rubrik „Globales“ hingegen, könnte in dieser Ausgabe „Globalisiertes“ heißen. Neben einem Artikel über den G8 Gipfel, der dieses Jahr in Frankreich stattfindet, wird es einen kritischen Rückblick auf 125 Jahre Coca-Cola geben. In diesem Sinne viel Spaß mit dieser Ausgabe, eure Redaktion des „Schwarzen Kleeblatt“.

P.s. Kurz vor Redaktionsschluss erreichte uns die Meldung, dass das „Institut für Syndikalismusforschung“ per Unterlassungsklage dazu gezwungen wurde, alle veröffentlichten Texte des Anarchosyndikalisten Rudolf Rocker aus dem Netz zu nehmen. Wir wollen uns hiermit klar gegen das Vorgehen des offiziellen „Rechtsinhabers“ aussprechen und hoffen, dass die Schriften Rockers trotzdem ihren Weg in die Öffentlichkeit finden.

Diese und ältere Ausgaben sind in der Kategorie „Schwarzes Kleeblatt“ zu haben.

Infoveranstaltung „Was ist die ASJ?“

09.06.2011 | 19h | „Was ist die ASJ?“ | FAU-Lokal
Seit nunmehr zwei Jahren existieren bundesweit lose vernetzte Ortsgruppen der Anarchosyndikalistischen Jugend (ASJ).
Die ASJ Berlin möchte mit einer Vortragsveranstaltung die Arbeitsweisen und Arbeitsbereiche der Jugendorganisation offen darlegen. Außerdem klären wir die BesucherInnen über unsere gesellschaftlichen Sichtweisen, Ideale und Ziele auf. Mit der Erläuterung der eigenen Praxis und Theorie soll jungen Leuten ein Anstoß gegeben und ihnen Perspektiven aufgezeigt werden, die sich kurz-, mittel- und langfristig durch die Selbstorganisation ergeben.

Natürlich freuen wir uns nicht nur über junge, sondern über jede/n VeranstaltungsbesucherIn, egal welchen Alters. Nach dem Vortrag gibt es eine lockere Diskussionsrunde zu allen anfallenden Fragen sowie zu positiver und negativer Kritik. Für kühle Getränke ist gesorgt.

FAU-Lokal // Lottumstraße 11 // U2 Rosa-Luxemburg-Platz / U8 Rosenthaler-Platz

Unterstützt die ArbeiterInnen von FF Mercantil und die GenossInnen der COB-IAA! Boykottiert Lotto und Finta!

Boycott lotto

FF Mercantil unterhält einen Sweatshop in Araxa (Brasilien) Dort werden Fußballschuhe, Trikots, Kleidung und anderes Zubehör für die Marken Lotto und Finta hergestellt. Die Arbeitsbedingungen sind armselig: lange Arbeitszeiten und -wochen, starke Hitze, Lösungsmitteldämpfe und niedriges Gehalt. Die ArbeiterInnen dort haben angefangen sich zu organisieren. Das war der Zeitpunkt als die Repression begann.

Ein Mitglied der COB-IAA wurde neben anderen KollegInnen deshalb entlassen. Außerdem tauchten irgendwelche Handlanger des Unternehmens im Büro der Gewerkschaft auf und drohten mit „Pistoleros“. Diese Todesschwadronen sind bekannt dafür, dass sie unliebsame GewerkschafterInnen ermorden.

Die Bosse dürfen mit diesem Verhalten nicht durchkommen! Im Moment läuft eine Kampagne an. Bitte unterstützt diese Kampagne, indem ihr Emails an das Unternehmen schickt. Auf der Seite lotto.zsp.net.pl findet ihr ein Formschreiben, dass ihr benutzen könnt, und außerdem weitere Informationen über den Fall.

Die ArbeiterInnen verlangen einen 8 Stunden Tag, eine 5 Tage Woche und finanzielle Zuschläge für gefährliche Arbeiten. Die COB-IAA hat zu einem Boykott der Marken Lotto und Finta aufgerufen um Druck auszuüben. So nebenbei, die Homepage von Lotto erzählt einen Blödsinn wie „kooperative Verantwortung“, während die ArbeiterInnen in den brasilianischen Sweatshops elende Bedingungen erleiden müssen.

Bitte leitet diesen Aufruf weiter und unterstützt die GenossInnen noch heute.

Die Regionalföderation Ost hat sich gegründet

Mit Freude können wir Euch mitteilen, dass sich gestern am 7. Mai 2011 die „Regionalföderation Ost“ der Anarchosyndikalistischen Jugend durch Beschluss eines Regionalkongresses offiziell gegründet hat. In der Regionalföderation sind die Ortsvereine Berlin und Leipzig föderiert.
Damit besteht seit mehr als 70 Jahren erstmalig wieder eine anarchosyndikalistische Jugendföderation für Berlin, Brandenburg und Sachsen.

Es ist an uns, den Kampf für ein anderes Gesellschaftsverhältnis aufzunehmen und für eine Welt der freien ProduzentInnen und KonsumentInnen zu kämpfen. Selbstverwaltet zur sozialien Revolution!

Wir Bleiben Alle!

Walpurgisnacht_Berlin_2011

Gegen Mieterhöhung und Vertreibung linker Projekte!
Für unkommerzielle Kultur und ein menschenwürdiges Leben!

30. April – Berlin – Antikapitalistische Walpurgisnacht 2011

Der Wahnsinn kennt keine Grenzen mehr. Neukölln, Wedding, Weißensee und Lichtenberg werden mittlerweile genauso gentrifiziert wie Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg. Zwar ist der „Aufwertungsprozess“ in diesen Bezirken längst noch nicht so weit fortgeschritten, doch trotzdem ist in diesen Kiezen schon jetzt für jede_n spürbar, dass „Gentrifizierung“ kein bloßes Innenstadtphänomen ist, das am S-Bahnring halt macht. Prenzlauer Berg und Mitte sind in Berlin wohl mit Abstand die schlimmsten Beispiele für eine komplett gegen die Wand gefahrene Stadtpolitik.
Die Erinnerungen an Prenzlauer Berg als Epizentrum der ostberliner Hausbesetzer_innenszene wirken heute fast schon absurd. Vielmehr steht der Prenzlauer Berg beispielhaft für die Unvereinbarkeit von Kapitalinteressen und dem Wunsch nach einem guten oder irgendwie „gerechten“ Leben. Er ist der in Ocker und Alpinaweiß getünchte Beleg dafür, wie es laufen kann, wenn dieser Entwicklung nichts entgegengesetzt wird. (mehr…)

Zweite Ausgabe des Schwarzen Kleeblatts ist da!

Schwarzes Kleeblatt der ASJ Berlin

Die zweite Ausgabe des Schwarzen Kleeblatts ist, mit ein wenig Verspätung, fertig. Dafür ist sie diesmal aber auch umfangreicher! Wir wünschen viel Spaß beim lesen und kämpfen!
[Download]

Aus dem Editorial:
Aufruhr, Widerstand…
Es ist viel passiert in den letzten Monaten und es wird noch einiges kommen.
Das „Schwarze Kleeblatt“ Nr. 2 liegt vor euch und es gibt viel zu berichten. Der 1.Mai steht an und deswegen wollen wir euch mit unserem Leitartikel dazu aufrufen, auf die Straße zu gehen, diesen Kampftag zu feiern und eure Sache selbst in die Hand zu nehmen. Die Straßen der U.S.A. können uns in diesem Fall nur als Vorbild dienen. Im Bundesstaat Wisconsin besetzten tausende GewerkschafterInnen das Kapitol, um der drohenden Entmachtung der Gewerkschaften entgegenzutreten. Und auch in Nordafrika und dem nahen Osten brodelt es heftig. Die Protestbewegungen in diesen Ländern werden wir bei “Globales” beleuchten. Zudem findet ihr in einer Sonderrubrik einen Gastartikel von der ASJ-Göttingen über die Situation der Chimki-AktivistInnen, die sich gegen die Abholzung des Waldes rund um Moskau gestellt haben. Und während es in russischen Wäldern knallt, knallt es auch in Japanischen AKWs. Fukushima hat gezeigt wozu Atomkraft fähig ist.
Zum Thema Atomdebatte unser Artikel in “Überregionales”.
Aufruhr und Widerstand überall. Und hier? Hier heißt es zurückschauen und aufbauen. Die Proteste gegen die Privatisierung von Jugendclubs sind abgeflaut, obwohl das Thema nicht weniger brisant geworden ist. Daran wollen wir erinnern und hoffen, dass sich bald wieder Widerstand entzündet. Erinnern will die ASJ-Berlin auch als Teil des “Niemand-ist-Vergessen” Bündnisses. Zum 11. mal jährt sich der Todestag des von Neonazis ermordeten Dieter Eich. Getreu des Bündnis-Mottos findet auch dieses Jahr wieder eine Gedenkkundgebung in Buch statt. Hintergründe zur Bündnissarbeit findet ihr bei „Regionales“.
Und somit wünschen wir euch viel Spaß und kämpferische Monate.
Eure Schwarze Kleeblatt Redaktion.

Diese und ältere Ausgaben sind in der Kategorie „Schwarzes Kleeblatt“ zu haben.