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Patriarchat und Kapitalismus wegputzen! Eine Einführung in feministische Ökonomiekritik

Die Kategorien „Frau/Mann“ und „Lohnarbeit/Kapital“ durchdringen nicht nur (fast) alle Bereiche der Gesellschaft, sondern auch einander. Unterdrückung, Marginalisierung und Benachteiligung von Frauen* sind keinesfalls ein bloßes Überbleibsel aus vormoderner Zeit, sondern Ausdruck einer modernen Geschlechterordnung, die in ihrer heutigen Form erst mit dem Kapitalismus entstanden ist. Das bedeutet aber nicht, dass es sich beim Patriarchat um einen sogenannten „Nebenwiderspruch“ handelt! Aber wie genau sind Patriarchat und Kapitalismus miteinander verknüpft? Und wie hängen Ökonomiekritik und Feminismus zusammen? Was hat der Abwasch mit Emanzipation zu tun – und was Sex mit Arbeit? Gemeinsam wollen wir diesen Fragen anhand der Ansätze marxistischer Feminist*innen der 1970er Jahre (insbesondere Silvia Federici, Mariarosa dalla Costa, Leopoldina Fortunati, u.v.m.) und ihrer Forderung nach Lohn gegen Hausarbeit nachgehen. Im Anschluss laden wir euch ein, mit uns zu diskutieren, was für unsere Praxis daraus folgt. Alle sind eingeladen – unabhängig von Vorkenntnissen oder Geschlecht.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des ASJ-Tresens statt – das heißt, es wird Küfa (warmes veganes Essen) und ausreichen kühle Getränke geben, die auch danach noch in gemütlichem Rahmen konsumiert werden können.

* Wir verwenden die binären Kategorien „Frau/Mann“ hier in Anführungszeichen, um deutlich zu machen, dass wir damit nicht fixe
Geschlechteridentitäten demarkieren, sondern die historische, wie alltägliche Herstellung von Geschlecht und Geschlechternormen problematisieren wollen. Mit „Frauen*“ meinen wir alle Frauen (cis, trans, inter) und alle, die Unterdrückung als Frauen erleben (inkl. nicht-binärer Personen).

Freitag, 25.06.16 | 20 Uhr | Lunte | Weisestr. 15, Nähe U Boddinstr.

Mai-Tresen fällt aus!

Liebe Genoss*innen und Freund*innen, leider fällt in diesem Monat unser Tresen aus.
Wir werden also am Samstag, den 21.5. nicht in der Lunte sein.

Tut uns Leid!
Wir wünschen Euch aber trotzdem viel Spaß am Samstag!

Demo gegen AfD-Funktionär in Weißensee

Demo gegen AfD-Funktionär in Weißensee:
Do, 12.05.2016 | 17:30 Uhr | Antonplatz (Weißensee)

Veranstalter*innen: Café Welcome

Am 21.04.16 wurde über einen Zeitungsartikel der Berliner Zeitung bekannt , dass der Berliner Zahnarzt und Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin Dr. M.R. zeitgleich Bezirksvorsitzender der AfD Lichtenberg ist. Als Delegierter vertrat er den Landesverband beim AfD-Bundesparteitag 2015. Vor seiner Mitgliedschaft in der AfD war R. Mitglied im rechtsradikalen „ Bund Freier Bürger“. R. betreibt seine Praxis in der Pistoriusstr. in Weißensee.
Erste Mitglieder der Vereinigung fordern einen Rücktritt von R. und wurden postwendend durch AfD-Mitglieder bedroht.
Wir wollen die rassistischen, unsozialen und antifeministischen Positionen der AFD nicht hinnehmen und unwidersprochen lassen
Wir sehen uns auf der Demo!

Informiert euch, ladet eure Nachbar*innen und Freund*innen ein.

Weitere Info´s findet ihr hier:
linksunten.indymedia.org/de/node/177392
www.berliner-zeitung.de/berlin/afd-mitgliedschaft-chef-der-berliner-zahnaerzte-soll-zuruecktreten-23930272
www.nationalismusistkeinealternative.net

Rund um den ersten Mai..

Der erste Mai in Berlin steht wieder vor der Tür – das bedeutet nicht nur Myfest-Kommerz und traditionelle 18 Uhr – Demo, sondern es gibt auch noch andere sinnvolle Demonstrationen. Wir empfehlen:

Organize – Nachbar*innen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung

Am Samstag findet wieder die Walpurgisnacht-Kiezdemo im Wedding statt – für Organisierung von unten und gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung. Den kompletten Aufruf findet ihr hier.

30.05.2016 | 16:30 Uhr | U-Bhf Osloer Straße | Berlin – Wedding

Im Anschluss an die Weddinger Demo gibt es am Reuterplatz in Neukölln eine Kundgebung für die räumungsbedrohte Friedel54 mit Konzert von Refpolk, Pyro One, Punkrock MC u.a.
-> weitere Infos hier.

30.04.2016 | 18:30 Uhr | Reuterplatz | Berlin – Neukölln

Gewerkschaftsdemo

Auf der vormittäglichen Gewerkschaftsdemo wird einen klassenkämpferischen Block mit Beteiligung der FAU gebeben. Wir sehen uns bei den schwarz-roten Fahnen!

01.05.2016 | 9:30 Uhr | Heckescher Markt

Wir haben Zeit! Heraus zum 2. Mai!

Arbeitslose und Freunde der Arbeitslosigkeit fordern, endlich die Parole „Arbeit für alle“ als vollkommen irre zu entlarven und stattdessen zukunftsgerichtete Perspektiven zu verlangen. Die Einsparung sämtlicher Verschwendungsgelder für Jobcenter, Strukturmaßnahmen. Automatisierung und Rationalisierung als Chance. Die geistig-moralische Wende: Nicht Lohnarbeit ist Lebenssinn sondern Beschäftigung, die den Menschen erfüllt, egal ob er damit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann oder nicht. Im 19. Jahrhundert wurde die Arbeiterbewegung verlacht, weil sie ihre Rechte einforderte, heute erleben wir dasselbe bei den Arbeitslosen, doch auch hier tickt die Uhr, eines Tages wird man sich fragen wie es jemals sein konnte, dass man gezwungen wurde für Lohn arbeiten zu gehen.

02.05.2016 | 13 Uhr | Senefelder Platz | Berlin-Prenzelberg

Die Rote Hilfe informiert!

Am Mittwoch, den 20.4., wird die Rote Hilfe Berlin zu Gast im FAU-Lokal (Grüntaler Strße 24) sein und uns darüber aufklären, wie man sich im Falle einer Hausdurchsuchung am besten Verhält:

Was tun, wenn die Polizei klingelt

„Wir wollen euch eine Informationsveranstaltung rund um das Thema
Hausdurchsuchungen anbieten und die gängigen Fragen klären: Wann und Was
darf durchsucht werden? Zu welcher Uhrzeit? Wie kann ich mich
vorbereiten? Was muss ich beachten? Wie hole ich Hilfe heran?
Referenten: Rote Hilfe Berlin“

Das ganze ist Teil einer Veranstaltungsreihe zu staatlicher Repression vom 06. bis 24. April 2016

What to do in case of fire…

Im Kampf gegen jeden emanzipatorischen Widerstand, greift der Staat auf Schikanen, Einschüchterungen, Kriminalisierungen, Observationen durch V-Leute, Unterwanderung durch Spitzel und Razzien zurück. An Einsatzmitteln wird dabei nicht gespart. Repression meint immer uns Alle, auch wenn sie nur den*die Einzelne*n trifft. Wir laden euch an, mit uns gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen der staatlichen Strafverfolgung zu werfen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe wollen wir einen Überblick über das Thema Repression geben, konkrete Anknüpfpunkte erläutern und Mut dazu machen das Thema bei der Planung von eigenen Aktionen miteinzubeziehen.

Rote Hilfe e.V.
Ortsgruppe Berlin

06.04.2016 // 19 Uhr // Horte (Strausberg)

Was tun wenn’s in Strausberg brennt

Wir geben einen Überblick über Repression in Berlin und über Gegenstrategien. Was muss ich als politische*r Aktivist*in beachten? Wie bewege ich mich sicher auf einer Demo? Wie kann ich mich und andere vor Repression schützen?
Außerdem wollen wir euch kurz erklären wie Ihr bei der Roten Hilfe Unterstützung finden könnt.
Referenten: Rote Hilfe Berlin und Anwalt oder Anwältin (angefragt)

08.04.2016 // 19 Uhr // Bunte Kuh (Weissensee)

LKW – der typische Repressionsvowurf unter der Lupe

Wir wollen die typischen Vorwürfe Landfriedensbruch, Körperverletzung und Widerstand erklären und deuten. Wann trifft es euch? Wie könnt ihr Repression vermeiden? Was solltet ihr bei einem entsprechenden Vorwurf berücksichtigen? Auf diese Fragen, wollen wir euch Antworten geben.
Referenten: Rechtsanwalt Martin Henselmann und Rote Hilfe Berlin

16.04.2016 // 16 Uhr // Anton-Schmaus-Haus (die Falken)

Begleitet uns auf einem historischen Überblick über Herkunft und Entstehung der Roten Hilfe. Die Rote Hilfe bestand bereits zur Zeit der Weimarer Republik, überlebte den Hitler Faschismus und besteht bis heute fort. Wie die Rote Hilfe sich im Laufe der Zeit veränderte wollen wir euch vorstellen. Wußtet ihr, dass Albert Einstein Mitglied der Roten Hilfe war? Wer noch alles die Arbeit der Roten Hilfe unterstütze, könnt ihr von uns erfahren.
Referenten: Rote Hilfe OG Berlin und Historikerin (angefragt)

17.04.2016 // 17 Uhr // Baiz (Prenzlauer Berg)

Linke Politik im Stadion und Repression

Wir wollen einen Überblick über linke Politik in den Stadien geben und die Repression gegen politische Fussballfans beleuchten. Ob bei den Protesten am Tahir-Platz oder rund um die Gezi-Park-Proteste, Fussballfans waren immer ein wesentlicher Teil des Widerstandes. Wie ist das in Deutschland? Wo gibt es politische Aktivitäten und wie sehen die aus? Wie geht der Staat gegen Fans vor? Wie kann man sich schützen und Repression umgehen?
Referenten: Filmstadtinferno 99 (Babelsberg), Rechtsanwalt Ols Weidmann und Rote Hilfe Berlin

20.04.2016 // 19 Uhr // FAU (Wedding)

Was tun, wenn die Polizei klingelt

Wir wollen euch eine Informationsveranstaltung rund um das Thema
Hausdurchsuchungen anbieten und die gängigen Fragen klären: Wann und Was
darf durchsucht werden? Zu welcher Uhrzeit? Wie kann ich mich
vorbereiten? Was muss ich beachten? Wie hole ich Hilfe heran?
Referenten: Rote Hilfe Berlin

22.04.2016 // 20 Uhr // Zielona Gora (Friedrichshain)

Im Interesse der Bewegung

Wir wollen euch im Rahmen dieser Veranstaltung erläutern, wie die Antirepressionsstrukturen Rote Hilfe und Ermittlungsausschuss Berlin arbeiten. Wann und Wie bekommt Mensch Hilfe? Wir erklären, was der EA eigentlich macht und wann ihr zur Roten Hilfe kommen könnt oder kommen solltet. Es wird erläutert warum es wichtig ist, Organisationen wie den EA, die Rote Hilfe oder auch Anwälte in die Vorbereitung von Aktionen einzubeziehen und wann und wie man Kontakt zu den Strukturen aufnimmt.
Referenten: Ermittlungsausschuss und Rote Hilfe Berlin

24.04.2016 // 14 Uhr // Mehringhof (Mitte)

1. Mai Antirepressions-Veranstaltung

Die Rote Hilfe wird aktuelle Tipps zur Vermeidung von Repression geben. Zusammen mit einem Anwalt, dem Ermittlungsausschuss und Vertreter*Innen des Mai Bündnisses werden wir über die Route berichten und eine Einschätzung zur erwarteten Repression in der Walpurgisnacht und am 1. Mai selber geben. Wir werden über die letzten Jahre berichten und euch sagen worauf ihr euch dieses Jahr einstellen müsst und wie ihr euch und andere schützen könnt. Zudem möchten wir euch über die Praxis der Bezugsgruppen informieren und Tipps zur Eigensicherung mit euch erarbeiten.
Referenten: Rechtsanwalt Martin Henselmann, Rote Hilfe Berlin, Ermittlungsauschuss und Mai-Bündniss

Tresen und Infoveranstaltung zur Erwerbsloseninitive Basta!

Diesen Monat findet wieder unser Tresen (warmes und veganes Essen inbegriffen) in der Lunte statt. Ab ca. 20 Uhr wird diesmal die Erwerbslosenitiative Basta! sich und ihre aktuelle Kampagne „Basta statt mitwirken!“ vorstellen.

..aus ihrer Selbstdarstellung:
„BASTA! wird gemacht von Erwerbslosen, Beschäftigten mit geringem Einkommen und Studierenden mit wenig Geld. An drei Tagen die Woche bieten wir eine solidarische und fünfsprachige Beratung zu ALG II an. Gemeinsam beraten wir über 1000 Menschen im Jahr in freundlicher Atmosphäre. Wir begleiten zum Jobcenter und zum Sozialgericht. Wir setzen jährlich über 100.000 Euro an Rechtsansprüchen gegen das Jobcenter durch, verhindern Zwangsräumungen, kämpfen für höhere Löhne und bieten Seminare zu aktuellen Themen an. Nur mit euch zusammen schaffen wir einen Ort, an dem wir uns gegen die Zumutungen des Jobcenter-Alltags und des Arbeitsmarktes organisieren können. BASTA! ist in diesem Sinne ein langfristiges politisches Projekt für eine bessere Welt!“

Wir freuen uns auf euch!

Samstag, 19.03.16 | Weisestr. 53 (Nähe U-Bhf. Boddinstr.) | 19 Uhr

Heraus zum Frauen*kampftag!

1910 beschloss die Frauenkonferenz auf dem Zweiten Internationalen Sozialistenkongress, einen Frauenkampftag einzuführen:

„Im Einvernehmen mit den klassenbewussten politischen und gewerkschaftlichen Organisationen des Proletariats in ihrem Lande veranstalten die sozialistischen Frauen aller Länder jedes Jahr einen Frauentag, der in erster Linie der Agitation für das Frauenwahlrecht dient. […] Der Frauentag muß einen internationalen Charakter tragen und ist sorgfältig vorzubereiten.“

Das Wahlrecht ist (zumindest hier) erreicht, leider bleibt viel anderer Scheiß, den die Sozialist*innen von damals vermutlich weniger im Fokus hatten bestehen.

Deswegen gehen wir weiterhin zum 8. März auf die Straße!

Aus pragmatische Gründen findet die Frauen*kampftags-Demo in Berlin dieses Jahr am Sonntag, den 6. März statt.
Wir werden als Teil des Bündnisses „Making Feminism A Threat“ wieder im linksradikalen, queeren Block laufen.
Den Aufruf findet ihr hier.

Plakate liegen zum verteilen im Schwarze Risse Buchladen (Gneisenaustraße 2a) bereit.

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Außerdem rufen wir auch dazu auf, am 12. März nach Köln zu kommen um die dortige Frauen*kampftags-Demo zu unterstützen.

Eilmeldung: „Gewerkschaftsfreiheit verteidigen!“

„Der FAU Berlin wird vom örtlichen Arbeitsgericht untersagt werden, mittels Öffentlichkeitsarbeit und Protesten weiterhin gewerkschaftlichen Druck gegen ein am Hackeschen Markt befindliches Restaurant aufzubauen.

Kundgebung am 13. Februar um 19:30 Uhr am Hackeschen Markt.

Es ist nicht das erste Mal, dass Unternehmer die Basisgewerkschaft mit Hilfe einer „einstweiligen Verfügung“ (ohne Anhörung der Betroffenen!) mundtot machen wollen. Die FAU Berlin forderte und fordert die Auszahlung von Urlaubsentgelt und ausstehenden Löhnen, die einem ehemaligen Beschäftigten nach FAU- und anwaltlichen Berechnungen bisher vorenthalten werden – eine solche gesetzwidrige Praxis ist nach den Beobachtungen der Gewerkschaft kein Einzelfall in der Berliner Gastronomie.

Aufgrund der erwarteten gerichtlichen Verfügung findet die für Samstag vorgesehene Kundgebung zusätzlich mit einem weiteren Motto statt:

„Gewerkschaftsfreiheit verteidigen!“, 13. Februar, 19:30 Uhr am Hackeschen Markt!

Zum Aufruf der FAU

Januar-Tresen: Lage der Friedel 54

Die Feiertage sind vorbei und der blöde alte Alltag steht wieder vor der Tür. Doch auch im neuen Jahr seid ihr herzlich eingeladen am Samstag zu unserem Tresen in der Lunte zu kommen und mit uns einen netten Abend zu verbringen.

Ab 21:00h informieren euch dann unsere Freund*innen aus dem Kiezladen in der Friedelstraße 54 über ihre Probleme und Kämpfe des Jahres 2016, denn die Friedel hat eine Kündigung bekommen und soll zum 30. April 2016 raus.

Natürlich gibt es wie immer günstige Getränke und leckeres Essen. Wir freuen uns auf euch!

Zapfenstreich abpfeifen – Bundeswehr auflösen!

Am 11. November 2015 will die Bundeswehr vor dem Berliner Reichstagsgebäude einen »Großen Zapfenstreich« durchführen. Anlass ist ihr 60-jähriges Bestehen. Der Große Zapfenstreich, das wichtigste Zeremoniell der Bundeswehr, ist ein militärischer Massenaufmarsch mit Fackeln, Marschmusik, Gebet und Nationalhymne. Zum abendlichen Militärspektakel werden 3000 zivile und militärische Teilnehmer*innen und Gäste erwartet.

Bei Gründung der Bundeswehr stammten deren Offiziere und Unteroffiziere fast ausnahmslos aus der Wehrmacht, 300 Offiziere waren aus der Waffen-SS. Gegen die Wiederbewaffnung gab es in der BRD ab den 1950er Jahren massive Proteste der Friedensbewegung. Die Bundeswehr feiert neben ihrem 60-jährigen Bestehen auch »25 Jahre Armee der Einheit«.

Seit dem Anschluss der DDR 1990 wurde die Militarisierung der deutschen Außenpolitik vorangetrieben. Die Bundeswehr wurde systematisch zu einer globalen Interventionsarmee umgebaut.

In den Verteidigungspolitischen Richtlinien von 1992 werden die »Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt« als »vitales Sicherheitsinteresse« der BRD angegeben. Diese Aussage spiegelt den Zusammenhang von Kapitalismus und Krieg wieder. Um die eigene wirtschaftliche Position zu verbessern, den Zugang zu Ressourcen zu sichern und ihre Ausbeutung zu ermöglichen, kommen immer auch militärische Mittel zum Einsatz. Krieg ist somit eine Konsequenz der kapitalistischen Logik.

Die Bundeswehr ist seit dem Krieg gegen Jugoslawien 1999 eine Armee, die weltweit für deutsche Kapitalinteressen in den Krieg zieht. Sie beteiligt sich seit 2001 am Nato-Krieg gegen Afghanistan, das aufgrund seiner geostrategischen Lage von Interesse für die imperialistischen Staaten ist. Die propagierten Kriegsziele waren Demokratie und Sicherheit. Tatsächlich fielen dem Krieg mehrere Zehntausend Menschen zum Opfer, Millionen sind auf der Flucht. Die soziale Situation der Bevölkerung hat sich verschlechtert, 16 Millionen Menschen leben unterhalb des Existenzminimums. Ein Ende der deutschen Kriegsbeteiligung in Afghanistan ist nach wie vor nicht absehbar.

Auch in den Krieg gegen Geflüchtete im Mittelmeer ist die Bundeswehr involviert. Die EU-Militär­operation vor libyschen Gewässern wurde Anfang Oktober unter dem Namen ›Sophia‹ ausgeweitet. Auch mit Waffengewalt soll gegen Boote mit Geflüchteten vorgegangen werden. Dabei wird in Kauf genommen, dass Geflüchtete auf dem Weg über das Mittelmeer getötet oder verletzt werden.

Die Bundeswehr steht für Mili­tarisierung, Krieg und Besatzung. Sie verkörpert autoritäres Denken und patriarchale Strukturen. Unser Ziel ist die Abschaffung der Bundeswehr und eine Welt ohne Krieg und Kapitalismus. Protestieren wir gegen die Bundeswehr und ihre preußisch-militaristische Geburtstagsparty!

Mittwoch, 11.11.2015 | 17 Uhr | Rosenthaler Platz

Der Staat und seine Nazis – A neverending Lovestory

Wiedermal ist es passiert:
Nach einem Prozess der stetigen Radikalisierung von Neonazis, Rechtspopulisten und „besorgten Bürgern“, deren Gewaltexzesse sich öffentlich und medial wirksam in Köln, Freital und Heidenau entluden, ist ans Licht gekommen, dass der Verfassungsschutz noch vor ebendiesem Radikalisierungsprozess bestens über die Entwicklungen in der Naziszene Bescheid wusste.

Die Enttarnung von Roland Sokol Ende September durch die autonome Antifa Freiburg sorgte für einige brisante Enthüllungen, aus denen es nun Konsequenzen zu ziehen gilt. Das Schockierendste an diesen Enthüllungen war, dass Sokol im Herbst 2013 als einer der federführenden Nazis an der Gründung der radikal militanten „Hooligans gegen Salafisten“ (HogeSa) maßgeblich beteiligt war. Da Sokol nicht nur zu seinen Kameraden, sondern auch zu seinen Freunden des Bundesamts für Verfassungsschutz beste Kontakte pflegte, sind unter anderem weitergeleitete Emails wie die Folgende bekannt geworden, in denen es um die Organisation der rechtsradikalen Gewaltexzesse vom 26.10.2014 in Köln ging:

„Leider ist (…) die Masse der Hools strohdoof was Politik betrifft. (…). es ist so eine grosse Chance, dazu braucht es aber intelligente Leute, die das lenken. Am besten Unsere Leute, die national sind….es ist ganz wichtig, dass viele politische leute dort sind. (…) Der Tag kann in die Geschichte eingehen. mich wundert die ganze Zeit schon, dass der Staat kein Verbot ausspricht.“
(Quelle)

Damit ist eindeutig bewiesen, dass der Verfassungsschutz sich bereits vor den Ausschreitungen in Köln darüber im Bilde war, was sich dort zusammenbrauen würde. Ob die Informationen nicht an die Cops weitergegeben wurden oder die Cops Bescheid wussten, bleibt offen. Fakt ist jedoch, dass sich die Cops nach den Ereignissen in Köln damit verteidigten, dass man ja nicht gewusst habe, wer zu dieser Demonstration anreisen würde und wie militant die Teilnehmenden ihren Hass gegen vermeintliche Salafisten dann auf der Straße ausleben würden.

Hogesa – nun also wieder eine weitere extrem militante Gruppierung bei der bekannt wurde, dass sie mit einer Legitimation seitens der staatlichen Organe prügeln und hetzen konnte. Der Verfassungsschutz, durch die Vorgänge und das Morden des NSU eh schon mit einem lädierten Image versehen, macht sein blutiges Handwerk wirklich gut. Gab es zumindest bei den wirren und mehr als mangelhaften Erklärungsversuchen bezüglich der NSU- Morde noch einen gewissen Druck, der durch PolitikerInnen und Medien aufgebaut wurde, so scheint dieser Druck nun bei der Zusammenarbeit von VS und Roland Sokol ausgeblieben zu sein. Dem Verfassungsschutz kann das nur recht sein. Denn inzwischen sollte auch der/dem Letzten klargeworden sein, dass der VS als postfaschistisches Organ ein offensichtliches, nicht zu übersehendes Interesse daran hat, militant, mörderisch rechte Strukturen mit aufzubauen und zu fördern.

Wir fragen uns, wo bleibt der gesamtgesellschaftliche Aufschrei? Oder anders formuliert: Warum bleibt dieser diesmal komplett aus? Hat sich Deutschland inzwischen so daran gewöhnt, dass sich jede Woche RassistInnen und FaschistInnen jeglicher Couleur auf einem der zig Aufmärsche gegen Erstaufnahmelager und Geflüchtetenunterkünfte die Hand reichen und immer mehr werden? Daran, dass jede Woche oftmals gleich mehrere Unterkünfte in Brand gesetzt werden, ohne jegliche Rücksicht auf menschliches Leben? Daran, dass PolitikerInnen von CSU bis SPD mittlerweile ganz offen mit rassistischen Vorurteilen hausieren gehen und sich damit das gesellschaftliche Klima noch weiter nach rechts verschiebt?

All das macht uns als AnarchosyndikalistInnen wütend und traurig und auch deshalb heißt es für uns weiterhin, zumindest solange die soziale Revolution noch nicht an die Tür klopft, die Forderungen zu stellen, den Naziverfassungsschutz endlich aufzulösen!

Darüber hinaus gilt es:

  • Sich täglich aufs Neue über die rechtspopulistischen und/oder heuchlerischen Aussagen von PolitikerInnen zu ärgern, sich zu beschweren und zu widersprechen
  • Sich mit rassistischen Menschen im eigenen Umfeld auseinanderzusetzen, solange es noch möglich ist, denn…
  • Wenn diese Menschen erst Blockaden und Barrikaden bauen um den Einzug von Geflüchteten in Unterkünfte zu verhindern und beginnen Unterkünfte in Brand zu stecken, ist es zu spät zum Reden – dann hilft primär Gewalt (und ob diese vonseiten des Staates kommen wird, ist fraglich)

Wir sind im Radio!

Vor kurzem haben die Genoss*innen vom A-Radio Berlin ein Interview mit uns geführt, das nun veröffentlicht ist.

Auch Teil des Podcast ist u.A. das Institut für Syndikalismusforschung, mit dem verschiedene ASJ-Gruppen schon zusammengearbeitet haben.

Überhaupt lohnt es sich, den monatlich erscheinenden Podcast öfter mal zu hören, ist sicherlich interessanter, als die Sender die im Radio laufen!

Tresen: Kobanê und der Aufbau basisdemokratischer Strukturen in Nord-Kurdistan

Es lebe die Freiheit!

Neben leckerer Küfa und kalten Getränken wird es im Oktober auf unserem Tresen eine Infoveranstaltung geben:

Kobanê und der Aufbau basisdemokratischer Strukturen in Nord-Kurdistan

In Zeiten massiver staatlicher Repression, dem Kampf um Kobanê und einem ins Stocken geratenen Friedensprozess zwischen den Guerillas der PKK und dem türkischen Staat, wird ungeachtet dessen der Aufbau eines Rätesystems in Kurdistan weiter voran getrieben. Frauen-, Jugendräte und weitere Formen der Selbstorganisation von unten sowie kommunale Selbstverwaltungen werden geschaffen. Diese Strukturen existieren jenseits von Staat, Macht und Kapital und stellen eine Antwort auf kapitalistische Ausbeutung sowie militärische und biopolitische Unterdrückung dar. Ein Modell für die radikale Linke (nicht nur) hierzulande?

Im März 2015 waren die Referent*innen Teil einer internationalistischen Delegation, welche mit YXK, dem kurdischen Studierendenverband, den türkischen Teil Kurdistans bereisten.

Das ganze findet in Zusammenarbeit mit den Genoss*innen von Hände weg vom Wedding! sowie North East Antifascists statt.

haendewegvomwedding.blogsport.eu

antifa-nordost.org

Marsch für das Leben? What the fuck?!

Für den 19. September 2015 mobilisiert der Bundesverband Lebensrecht (BvL) wieder zu einem »Marsch für das Leben« in Berlin. Damit will er für ein generelles Verbot von Schwangerschafts-Abbrüchen demonstrieren und etikettiert dies als »Lebensschutz«. Wie in den vergangenen Jahren wollen wir die Abtreibungs-Gegner_innen nicht ungestört ihre antifeministischen Positionen verbreiten lassen! Wir werden für körperliche Selbstbestimmung demonstrieren und anschließend den »Marsch« blockieren!

19. September | 11:00 Uhr | Anhalter Bahnhof
whatthefuck.noblogs.org

gemütlicher Spieletresen

Nachdem der „Marsch für das Leben“ aufgrund lautem und entschlossenem Protest hoffentlich krachend gescheitert ist, kann ein wenig Entspannung nicht schaden. Wir laden euch daher herzlich ein, Samstag Abend mit uns in der Lunte (Weisestraße 53, nähe U-Bhf. Boddinstr.) zu chillen. Wie immer gibt’s gutes Essen und günstige Getränke, aber auch Gesellschaftsspiele aller Art. Ob Skat, Siedler oder Risiko – kommt vorbei und spielt mit uns. Für einen Grundstock an Spielen sorgen wir, wer aber sicher gehen möchte, bringt sein oder ihr Lieblingsgame selber mit. Wir freuen uns!


Quelle: Nichtlustig