Archiv für Januar 2014

Jung und Billig – Gegen Ausbeutung im Minijob

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26.01.2014 | Minijob mach mehr draus? | Ein Kommentar zur Kampagne

Hurra ich hab’ einen Minijob – denn da mach ich einfach mehr draus! Wirklich?
Es war Ende November 2013 als die Berliner Arbeitssenatorin Dilek Kolat (SPD) ihre Kamapgne der Öffentlichkeit vorstellte: „Minijob – mach mehr draus!“ Unter diesem Titel will sie MinijobberInnen über ihre Rechte aufklären und Unternehmen davon überzeugen, Minijobs durch Vollzeitstellen zu ersetzen. – Bemerkenswert ist: Die Kampagne redet viel, lässt konkrete Zielsetzungen vermissen und enthält wichtige Tatsachen vor.

Auf einmal hingen sie gefühlt in jedem zweiten U- und S-Bahnhof: Angestellte und UnternehmerInnen warben Seite an Seite mit Weisheiten wie „Als Minijobber habe ich richtig Gas gegeben (…) Das hat meinen Chef überzeugt“ oder „Wir hätten in der Pflege weniger Fachkräftemangel, würden mehr Minijobber Vollzeit arbeiten können“ – Wofür aber standen diese Aussagen genau? Auf den ersten Blick war das nicht klar. Waren sie für Minijobs als Chance? Gegen einen Missbrauch von Minijobs? Oder gar für die Abschaffung jenes Arbeitsverhältnisses? (mehr…)

Übergriffe nach Fahrkartenkontrolle

Montag 18.01.2014 | Fahrkartenkontrolle am Hermannplatz | Presseinformation

Am gestrigen Sonntag gegen 10.00 Uhr kam es nach einer Fahrkartenkontrolle am Hermannplatz zu gewaltsamen Übergriffen der KontrolleurInnen gegenüber VertreterInnen des Refugee Camps am Oranienplatz. Mit dabei die Polizei. Wir geben hier die gemeinsame Presseinformation von Betroffenen und BeobachterInnen wieder und sprechen uns für eine schnelle Aufklärung der Ereignisse aus:

Rassistisch motivierte BVG Fahrkartenkontrolle in U-Bahn

Presseinformation von Betroffenen und BeobachterInnen der eskalierten Fahrscheinkontrolle vom 17. Januar 2014
Geflüchtete trotz gültiger Fahrscheine von der BVG und Presse kriminalisiert
Richtigstellung zu den gestrigen Vorfällen am U-Bahnhof Hermannplatz mit einer Gruppe der Geflüchteten vom Oranienplatz

Am 17. Januar 2014 geriet eine Gruppe der Refugees vom Oranienplatz in der U7 an der Haltestelle Hermannplatz in eine Fahrscheinkontrolle. Einer der Geflüchteten hatte nur ein 10-Uhr Monatsticket, die Kontrolle fand aber um kurz vor 10 Uhr statt. Daraufhin wurde die gesamte Gruppe – nicht nur der Mann mit dem 10-Uhr-Ticket aufgefordert, auszusteigen. Entgegen der unzutreffenden Darstellung in den Medien (Ausnahme: die Polizeipressestelle) besaßen alle anderen Mitglieder der Gruppe gültige Fahrausweise. Einzig erkennbarer Grund für die unbegründete Aufforderung der Kontrolleure an die gesamte Gruppe war offenbar die Hautfarbe der Geflüchteten. (mehr…)

Eröffnungstresen 2014

18.01.2014 | 19.00 Uhr | Stadtteilladen Lunte
Nach einer kleinen Winterpause, kehrt unser monatlicher Tresen zurück! Nebst Getränken und veganer Vokü freuen wir uns euch einen himmlischen Vortrag präsentieren zu können:

„Antifaschistischer Widerstand – ein göttlicher Auftrag?“ In der Veranstaltung wird die historische und moralische Entwicklung der Großkirche nachgezeichnet, aber auch Beispiele innerchristlicher Opposition aufgeführt, deren philosophischen Grundelemente ebenfalls beleuchtet werden. Über die Erkenntnisse soll ein Verständnis zu teilweise stark divergierenden Transformationsmöglichkeiten eines scheinbar dogmatischen Moralkodexes entwickelt werden, das auch auf andere Ideologien übertragen werden kann.

Wer’s verpasst, verpasst was!