ASJ gegen Merkel vor Ostberliner Schule


Es war kein gewöhnlicher Dienstag morgen, soviel ist man sich einig. Aber ob das jetzt gut war, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel für zwei Unterrichtsstunden am Heinrich Schliemann Gymnasium in Berlin-Prenzlauer Berg zur Vertretung vorbeikam, darüber schieden sich die Geister. Mit dem Jugend magazin Spiesser an der Seite redete Merkel im Geschitsgrundkurs der zölften Klasse über Mauerbau. Natürlich nicht ohne vorangegangenen Empfang durch die gesamte Schule und kompletten Frühjahrsputz derselben. Zufällig fand das ganze dann auch noch knapp über einen Monat vor der nächsten Bundestagswahl statt, aber hey, liegt alles nur am Datum: 13. August, Jahrestag der Errichtung der Berliner Mauer.
Dank freundlicher Hinweise der Schülerschaft im Vorfeld war es uns glücklichereise möglich der reinen Image-Aktion von Schulleitung und CDU etwas entgegenzusetzen. Mit Flyern und Transparent waren ASJ-Aktivistinnen und -aktivisten zugegen und betonten vor Schülerinnen, Schülern und Medienvertretern und -vertreterinnen, dass Mutti vielleicht gleich ein bisschen Geld für neue Lehrerinnen und Lehrer oder Gerätschaften dalassen könnte. Oder die Schule aus Interesse anstatt aus politischem Kalkühl besuchen sollte – oder am besten gar nicht. Denn eine Politikerin, die für autoritäre Bildung (Sitzenbleiben, hirarchiches Lehrer_in-Schüler_in-Verhältnis), Ablehnung der Homoehe, Auslandseinsätze, das kapitalistische und parlamentarische System ansich und gegen Mindestlohn und Basisdemokratie ist, möchten wir noch weniger als Wahlkampf an Bildungtätten im Allgemeinen. Unseren Freunden am HSG wurde überdies unmissverständlich klargemacht, dass es keine gute Idee wäre selbst ihren Mund gegen Merkel zu öffnen…
Geld für Bildung statt für Wahlkampf!
Artikel der Prenzlauer Berg Nachrichten

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1 Antwort auf „ASJ gegen Merkel vor Ostberliner Schule“


  1. 1 Eine (ganz) kleine Chronik zum Jubiläum « Anarchosyndikalistische Jugend Berlin [ASJ Berlin] Pingback am 18. April 2014 um 19:36 Uhr
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