Archiv für Juli 2013

Naziaufmarsch in Bad Nenndorf verhindern!


Es läuft nicht schlecht. Dank antifaschistischer Blockaden mussten Nazis in den letzten Jahren einige ihrer wichtigsten regelmäßigen Großevents quasi aufgeben. Der 1.Mai in Berlin und die Februaraktivitäten in Dresden seien genannt. Der Aufmarsch zum Antikriegstag letzten Jahres in Dortmund wurde verboten und so gibt es kaum noch regelmäßige Termine auf die sich die deutschen Ultrarechten verlassen können.
Ein Event, dass sich nun aber seit einigen Jahre wiederholt ist der Aufmarsch Anfang August in Bad Nenndorf. Hier versammelten sich in den letzten Jahren wiederholt an die 500 Faschisten um an ein eemaliges Internierungslager der britischen Armee in der Nähe zuerinnern. Also abermals ein geschichtsrevisionistischer „Trauermarsch“, der Deutschland als großes Opfer des Zweiten Weltkrieges darstellen möchte. Ganz vergessend (bzw. bewusst verdrängend oder vertuschend), von wem Krieg und Massenmord ausgingen.
Dem gilt es entgegenzutreten! Schon im letzten Jahr gründete sich die Initiative Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf. Auch konnte bereits ein großer Erfolg erreicht werden, indem der Marsch erst mit mehreren Stunden Verspätung begann und dementsprechend eine für den Abend geplante Kundgebung der Nazis in Hannover wegfiel. Dieses Jahr gilt es nun den Stecker zu ziehen! Seit laut, entschlossen und zahlreich, zeigt den Nasen, dass keine Stadt ihre Stadt ist!
Anreise nach Bad Nenndorf | Samstag, 03. August | 9:00 Uhr | Hannover Hbf.

Aufruf 2013

WB13 – Die anarchistische Bewegung in Mexiko

Um müsst immer weite strecken zurücklegen um an linker und anrchistischer Kultur teilhaben zu können, da ihr aus dem hohen Norden nicht eben schnell in Kreuzberg, Neukölln oder Friedrichshain angelangt? Ihr steckt im Sommerloch oder habt schon immer mal einen Grund gesucht nach Hohenschönhausen zu fahren? Dann solltet ihr euch die Veranstaltung des WB13 über anarchismus in Mexiko nicht entgehen lassen.
Am nächsten Mittwoch, den 24.Juli, haben sie dort einen Aktivisten aus dem Casa-Naranja Squat aus Mexico-City zu Gast. Er wird einen Vortrag über die anarchistische Bewegung in Mexiko allgemein, und u.a. über verschiedene Aktionen, Kollektive und die Situation von Gefangenen im Speziellen, halten. Die aktuellen Kämpfe sollen dann in Bezug zur allgemeinen landespoltischen Situation gesetzt werden. Im Anschluss soll über die Erkenntnisse diskutiert und gemeinsam überlegt werden, wie wir diese in unseren politischen Alltag einbringen können.
Infoveranstaltung | Mittwoch, 24.07. | 19 Uhr | Am Berl 13 (Hohenschönhausen)

Zwangsräumung in Spandau verhindern!

Aufruf von „Zwangsräumungen verhindern“:
Hunderte Mietwohnungen im Block. Früher städtischer Wohnungsbau bei der Degewo, vor einigen Jahren verscherbelt, viele Eigentümerwechsel, jetzt ist die Ypslion Liegenschafts-Verwaltungs GmbH im Besitz. Mit den privaten Eigentümern kamen die Probleme. In den Häusern wurde nichts mehr gemacht, die Mieten dafür angezogen. Entmietet wird, wo es nur geht. Der Mieter_innenwechsel ist hoch, der Leerstand auch. Der Neuvermietungspreis hat jetzt 13€/qm warm erreicht. Für die Ypsilon heißt das Profit, für die Mieter_innen Stress und Verdrängung.

Tom wohnt seit 11 Jahren in Staaken und ist dort bei der Mieter_inneninitiative. Er engagiert sich gegen die Zustände, informiert seine Nachbarschaft und schreibt einen kleinen Artikel im Lokalblatt der Linken. Für die Ypsilon wird er so zum Problem. Es folgen acht fristlose Kündigungen, bis eine Räumungsklage erfolgreich durchgesetzt werden kann. Auch die Arbeit der Mieter_inneninitiative wird verhindert.

Drei Tage vor der Zwangsräumung gibt es von Tom und Bündnis nochmal den Versuch eines Gesprächs mit der Ypslion vor Ort. Die Tür bleibt zu, es wird mit der Polizei gedroht. Die Zwangsräumung am Montag soll durchgezogen werden. Tom wünscht sich, dass das nicht ohne Öffentlichkeit, Protest und Widerstand passiert. Er will ein Zeichen setzen gegen hohe Mieten und Verdrängung. Und er will natürlich sein Zuhause behalten. Für ihn bedeutet diese Zwangsräumung den Gang in die Obdachlosigkeit.

Kommt am Montag nach Spandau.

Keine Zwangsräumung still und leise.

Zwangsräumung verhindern | Montag, 15.07. | 7:30 Uhr pünktlich | Pillnitzer Weg 15 (Staaken in Spandau)

Demonstration 5 Jahre Bürger_innenentscheid „Spreeufer für alle“


Es ist wieder ruhiger geworden, was das Thema Stadtentwicklung angeht. Dabei haben wir ein sehr turbulentes halbes Jahr hinter uns. Zwangsräumungen wurden blockiert, wobei die von Rosemarie F.mit dem Tod der 67-jährigen Schwerbehinderten den bisherigen traurigen Höhepunkt darstellt, und die Berliner Mauer fiel ein zweites Mal. Und natürlich ist es richtig diese Vorgänge mit den Auseinandersetzung um die Bebauung des Spreeufers zu erbinden. Was nämlich in allen Fällen Motiv bleibt, ist eine Politik, die die Stadt als Wahre oder Marke für teuerstes Geld verkaufen will, anstatt ihren Bewohner_innen ein angenehmes Leben in derselben zu ermöglichen. Hierzu empfehlen wir auch die Broschüre der Wir Bleiben Alle-Kampagne.
Was das Spreeufer angeht, so ist es eine Dreistigkeit der Stadtverwaltung, den Bürgerentscheid zum Thema vom 13.07.2008 so mit Füßen zu Treten. Die Forderungen des Bürgerentscheids nach 50 Meter Mindestabstand für Neubauten zum Spreeufer, Verzicht auf Hochhäuser und Autobrücken werden nach wie vor nicht umgesetzt! Des wegen organisiert die Initiative Media Spree versenken! eine Demonstration zum fünften Jahrestag der Urabstimmung. Die Stadt denen, die drin leben!
Demonstration | Stralauer Platz (S Ostbahnhof) | 13.07. 13 Uhr