Archiv für Mai 2013

200 auf Antifa-Demo in Pankow-Buch

Am 24.Mai fand im Berliner Stadtteil Buch die diesjährige Dieter Eich-Gedenkdemonstration statt. Die ansteigende Zahl neonazistischer Aktivitäten im Stadtteil bildete in diesem Mai den thematischen Schwerpunkt. „Es gibt kein ruhiges Hinterland. Gegen Neonazis und soziale Ausgrenzung.“ lautete das Motto und verband damit die traditionelle Sozialchauvinismus-Kritik der Dieter Eich-Demo mit der Intervention gegen die lokale Neonaziszene.
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Solidarität mit Alexej Gaskarow

Am Sonntag, den 28. April 2013 wurde der bekannte russische Antifaschist Alexej Gaskarow in Moskau verhaftet. Er ist Mitglied des Koordinationsrates der russischen Opposition. Der Ermittlungsausschuss der Russischen Föderation beschuldigt ihn der Teilnahme an „Massenunruhen“ und der Gewalt gegen Staatsbeamte am 6. Mai 2012 auf dem Moskauer Bolotnaja-Platz, als die russische Spezialeinheit OMON eine friedliche Demonstration brutal auflöste. Alexej Gaskarow ist eine wichtige Figur in der russischen Opposition, seine Verhaftung ein Akt der Repression. Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Fight Racism Now! Bundesweite Demonstration


Fight Racism Now!“ ist eine Kampagne zum doppelten Jahrestag Ende Mai: 20 Jahre Abschaffung des Grundrechts auf Asyl und 20 Jahre Mordanschlag von Solingen. Am Samstag, dem 25.05. wird eine Demonstration stattfinden. Aus dem Aufruf:
„Unmittelbar nach der deutschen Einheit führte eine rassistische Medien- und Gewaltkampagne zur Abschaf­fung des Grundrechts auf Asyl. Neonazis, unbescholtene Bürger und die etablierten Parteien zogen an ei­nem Strang und verkündeten unisono, dass in Deutschland kein Platz mehr sei für Asylsuchende. Noch während des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen vereinbarten CDU/CSU, FDP und SPD die Grundgesetz­änderung. Am 26. Mai 1993 wurde schließlich der Grundgesetzartikel 16 ge­strichen, der – als politisches Be­kenntnis nach dem Nationalsozialismus –, allen “politisch Verfolgten” einen Rechtsanspruch auf Asyl einge­räumt hatte. Ersetzt wurde er durch den Abschiebe-Artikel 16a. Neonazis sahen sich bestätigt und feierten die Ent­scheidung drei Tage später mit einem Brandanschlag auf das Haus der Solinger Familie Genç. Dabei star­ben fünf Menschen[…].“
Doch geht es um noch viel mehr. Nicht nur 1993 gab es Nazibanden, die menschenverachtend ihrem Weltbild nachgingen. Auch die heutige Mitte der Gesellschaft muss sich mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen. Dabei ist instutionalisierte Ausgrenzung durch Abschiebung oder postkoloniale Verhältnisse in der sogenannten „dritten Welt“ nur die Spitze des Eisbergs. Schon die Bezeichnung „Döner-Morde“ spiegelt wieder, wiesehr in der öffentlichen Debatte davon ausgegangen wird, dass die „Kriminellen“ die „Ausländer“ sind.
Aktuell sind die Flüchtlingsproteste auf einem Höhepunkt. Nach dem Marsch vieler Geflüchteter von Würzburg bis Berlin und mehreren Großdemonstrationen und direkten Aktionen, wie dem Hungerstreik im vergangenem Herbst ist es Zeit einen neuen Akzent zu setzen.
Als ASJ unterstützen wir die Forderungen der laufenden Flüchtlingsproteste und der Kampagne. Alle Abschiebungen so­fort stop­pen! Residenzpflicht abschaffen! Alle Lager sofort schließen!

Gedenkdemo für Dieter Eich in Pankow-Buch!


Seit rund einem Jahr hat sich der Ortsteil Pankow-Buch zu einem Schwerpunkt rechter Aktivitäten entwickelt. Keine Woche vergeht, ohne dass das Viertel, das gerade mal ein Drittel so groß ist wie Friedrichshain, mit Propaganda überzogen wird. Die wenigen Linken die die es vor Ort gibt werden bedroht und angegriffen. Für den 24. Mai, den 13 Todestag von Dieter Eich, rufen antifaschistische Gruppen darum zu einer Antifa-Demo in Buch auf. Dieter Eich war ein Sozialhilfeempfänger in Buch ohne Grund von Neonazis mit mehreren Messerstichen ermordet wurde. Mit der Demo soll die direkte Intervention gegen die lokale Neonaziszene mit dem Gedenken an Dieter Eich und der Forderung nach einem Gedenkstein verbunden werden.
Gedenkdemonstration | 24.05. | 18:00 Uhr | S-Bhf. Buch

ASJ-Tresen am 18.05.13


Wir laden euch wieder mal allerherzlichst zu unserem Treses im Stadtteil-und Infoladen Lunte ein! wie immer mit veganer Vokü und diesmal mit folgender Infoveranstaltung: „Berlin-Buch: Neuer Hotspot der Neonaziszene?“ Veranstaltung zu Neonazi-Aktivitäten in Buch und dem Gedenken an Dieter Eich. Seit mehr als einem Jahr hat sich der Pankower Ortsteil Buch zu einem Schwerpunkt rechter Aktivitäten entwickelt. Keine Woche vergeht, ohne dass das Viertel, was gerade mal ein Drittel so groß ist wie Friedrichshain, mit Propaganda und Schmierereien überzogen wird. Doch dabei bleibt es nicht. Bereits mehrmals wurden die wenigen Linken, die es in Buch gibt bedroht und verfolgt. Was bisher in Buch passiert ist bleibt in Buch und findet in der Berliner Öffentlichkeit oft nur wenig Gehör. Um das zu ändern veranstalten antifaschistische Initiativen eine Vortragsreihe zum Thema und rufen zu einer Demonstration am 24. Mai auf. Der 24. Mai markiert gleichzeitig den 13. Todestag von Dieter Eich, der im Jahr 2000 von Neonazis in Buch ermordet wurde. Mit der Demo sollen die direkte Intervention gegen die lokalen Nazibestrebungen mit dem Gedenken an Dieter Eich und der Forderung nach einem Gedenkstein verbunden werden.
Vertreter_innen des Bündnisses „Niemand ist vergessen!“ werden im Vortrag über das Gedenken und die die Situation in Buch berichten.
Tresen+Infoveranstaltung | 19 Uhr | Weisestraße 53 | U Boddinstraße

18.05. Finowfurt Nazifrei


Den Nazis den Stecker ziehen!
Am 18. Mai soll im brandenburgischen Finowfurt (Landkreis Barnim) ein Rechtsrockkonzert stattfinden, bei dem 1500 Neonazis erwartet werden. Wir wollen dem etwas entgegensetzen. Ein Bündnis aus antifaschistischen Initiativen, Parteien, Vereinen und Gewerkschaften ruft am 18. Mai in Finowfurt dazu auf, auf die Straße zu gehen.
Zugtreffpunkt | 08 Uhr | S Gesundbrunnen

Karneval der Subkulturen


Wieder wird es auch im Jahre 2013 einen Karneval der Subkulturen geben. Während offizielle Behörden ein riesiges Straßenfest inszenieren um eine multikulturelle Gesellschaft zu zelebrieren, werden alternative Projekte und Organisationen einen alternativen Umzug veranstalten. Warum? Wir haben wenig Lust auf Abschiebungen, Festung Europa und Alltagsrassismus, während der Bevölkerung ein wunderbares Miteinander vorgegaukelt wird. Auch heißt Kultur hier, dass jedes Land in möglichst traditioneller Weise dargestellt wird und einen gehörigen Umsatz abwirft.
Für uns heißt Kultur etwas anderes! Wir möchten unser Leben frei von „Kulturellem Hintergrund“ und finanziellem druck gestalten, Spaß am Miteinander. Mit eurer Hilfe werden wir einer breiten Öffentlichkeit den Charme unserer Subkultur aufzeigen.
Samstag, 18.05.13
Umzug | 12 Uhr | U Samariterstraße
Straßenfest | 15 Uhr-22 Uhr | Köpenicker Straße 137
Danach geht es in den Katakomben der Köpi weiter…