Wohin in den Maitagen?

Workers Memorial Day, Walpurgisnacht, Kampftag der Arbeit…

Der erste Mai steht vor der Tür! Grund zu allerlei düsteren Prophezeiungen in Boulevardpresse und Polizeizirkeln. Andererseits stellt sich für uns Aktivistinnen und Aktivisten die Frage, wie wir unseren Protest rund um dieses historische Datum zu artikulieren gedenken. Da unsere große Stadt aber noch nicht vollkommen gentrifiziert ist, ist sie voller Arbeitsamer, innovativer Querdenkerinnen und Querdenker. Und das ist dann Wohl der Grund, weshalb wir uns mit so einer Unglaublichen Menge von angekündigtem Protest konfrontiert sehen. Da wir nun aber den gesamten Protest unterstützen möchten, dürfen wir nicht den Überblick verlieren. Oder vielleicht haben wir von Manchen angesprochenen Themen und Veranstaltungen noch nie gehört? Aus beiden Gründen haben wir euch mal ein paar Veranstaltungen zusammengestellt zu denen wir aufrufen:

| 28. April | Workers Memorial Day |
Der Workers Memorial Day ist ein internationaler Tag des Gedenkens an Lohnarbeiter, die aufgrund von Arbeit getötet, verstümmelt, verletzt wurden oder erkrankt sind. Dabei ist stehen Vergiftete Brasilianerinnen und Brasilianer genauso im Mittelpunkt wie tief Gestürzte Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter auf der Baustelle des neuen Hauptstadtflughafens. In Berlin werden wir deshalb wie schon im letzten Jahr eine Kundgebung durchführen. Allerdings dieses Jahr um 14 Uhr vor dem Rathaus Neukölln.

| 28. April | Graffiti-Jam |
„Fistful of Rage“. Graffiti-Jam gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung. Lasst eure Wut gegen steigende Mieten, zunehmender Polizeirepression und Terror durch das Jobcenter kreativ aus euch heraus. Stellwände und Dosen stellen wir. Dazu Live-DJing und feine Überraschungen. „Take Back The City!“
15 Uhr, Leopoldplatz (Wedding)

| 28. April | „Wohnung gesucht? Haus steht leer!“ |
Bei steigenden Mieten in der ganzen Innenstadt. Im Norden Neuköllns werden inzwischen Kaltmieten (Miete ohne Betriebskosten und Heizung) zwischen 10 und 13 Euro pro m² verlangt und teilweise auch gezahlt. Dabei steht die Weisestraße 47 seit Jahren nahezu gänzlich leer. Ein Jahr nach der sofort geräumten Besetzung findet wieder eine Kungebung statt.
16 Uhr, Weisestraße 47 (nahe U Boddinstraße)

| 30. April | Antikapitalistische Walpurgisnacht |
Die Antikapitalistische Walpurgisnacht bleibt im Wedding, wo das Bündnis Hände Weg vom Wedding nun schon seit mehreren Jahren politische Arbeit gegen Kiezumstrukturierung und Verdrängung. Kundgebung mit Redebeiträgen und Performances von: Lena Stöhrfaktor, Refpolk, The Incredible Herrengedeck, Kaveh, Gitta Spitta, The Bottrops und anderen. Die Straße ist das Feld der sozialen Auseinandersetzungen. Darum möchten wir euch zu unserer Kundgebung einladen, kennenlernen, vernetzen und gemeinsam gegen den neoliberalen Umbau der Stadt auf die Straße gehen.
15 Uhr, S Gesundbrunnen
Dann die klassische Demonstration unter dem Motto „Take back the City“. Wir, die von Häuserräumungen und Verdrängung, von Rassismus und sozialer Ausgrenzung, von polizeilichen Kontrollen und Schikane durch das Jobcenter betroffen sind, lassen uns nicht einschüchtern! Darum: Kommt in den Wedding, für eine antikapitalistische Perspektive – ohne rassistische Diskriminierung und Ausbeutung. Wir sind alle betroffen – und solidarisch.
20.30 Uhr, S Gesundbrunnen

| 1. Mai | Gewerkschaftsdemonstration |
Die Jährliche Veranstaltung des DGB zum Internationalen Kampftag ist zwar unserer Meinung in ihren Forderungen nicht ausreichend, allerdings wird es deshalb umso wichtiger auch antikapitalistische und revolutionäre Elemente einzubringen. Des Weiteren ist es auch wichtig in jedem Moment für jede noch so kleine Verbesserung unserer Lebensumstände zu kämpfen und möglichst breite Bündnisse zu schmieden. Kommt zum klassenkämpferischen Block.
9.30 Uhr Hackescher Markt

| 1. Mai | Schöneweide |
Der Tag der Arbeit bleibt antinational! Wieder versuchen Nazis in Berlin Fuß zu fassen. Deshalb rufen unter anderen die Bündnisse „Erster Mai – Nazifrei!” und „Gemeinsam gegen Nazis“ zu Massenblockaden gegen einen geplanten Aufmarsch der NPD in Berlin auf. Dazu gibt es einige Treffpunkte. Kommt rechtzeitig zur revolutionären Demonstration nach Kreuzberg.
09:00 Uhr, S-Bahnhof Neukölln | 09:00 Uhr S-Bahnhof Ostkreuz | 10:00 Uhr Cajarmarcaplatz am S-Bahnhof Schöneweide

| 1.Mai | Revolutionäre Demonstration |
Die wichtigste Demonstration der Maitage! Wir werden ein klares Zeichen setzen, dass die Geschichte auch im dritten Jahrtausend noch weitergeht. Wir lassen unseren Widerstand weder klein unterdrücken noch diskreditieren. Lasst uns gemeinsam der Welt zeigen, was wir uns für ein Gesellschaft vorstellen. Unterstützt außerdem den anrchistischen Block von AFB und ASJ. Anarchie ist möglich! „Die einzige Lösung – Revolution! Zusammen kämpfen gegen Kapitalismus, Krise und Krieg!“
18 Uhr, Spreewaldplatz

| 2.Mai | Tag der Erwerbslosen |
Demo zum internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen. Wie jedes Jahr treffen sich um 13.00 Uhr Arbeitslose, die, die sich dafür halten und die, die es werden wollen, zur machtvollen Demonstration. Kein Schweiß für Geld! Mein Freund ist Roboter!
13 Uhr, Senefelderplatz

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