Tote bei Bergarbeiterstreik in Südafrika

Bergarbeiterstreik Südafrika

Seit vergangener Woche befinden sich die Arbeiter der „Lomin“ Platinmine in einem wilden Streik. Die Streikenden fordern eine Lohnerhöhung von derzeit 4500 Rand (ca. 440€) auf 12500 Rand (ca. 1200€).
Am Donnerstag eskalierte die Situation. Laut Polizei befanden sich unter den DemonstrantInnen illegal bewaffnete, die ein gewaltsames Vorgehen seitens der Staatsgewalt unvermeidbar gemacht hätten.
Das tatsächliche Ausmaß der Bewaffnung unter den Demonstrierenden ist jedoch ungeklärt. Medienberichten zufolge war ein Großteil der Protestierenden mit Speeren und Macheten ausgerüstet.
Im Zuge der Ausschreitungen fanden 42 Demonstrierende und 2 Polizisten den Tod, 260 Bergarbeiter sitzen derzeit noch in Haft. Ihr Antrag auf Kaution freizukommen blieb unbewilligt – sie warten weiterhin auf ihren Prozess.
Angesichts dieser Vorfälle gerät der Streik zu einem ernsthaften Politikum, welches auch Staatspräsident Zuma und die Geschäftsleitung von „Lomin“ zunehmends in Bedrängnis bringt.

Wir erklären uns solidarisch mit den Bergarbeitern und ihren Angehörigen.
Wir hoffen, dass der Konflikt nicht noch mehr Opfer fordert.

Für alle Interessierten gibt es hier nochmal eine Sammlung von Links:

http://www.taz.de/Bergarbeiterstreik-in-Suedafrika/!99981/

http://rt.com/news/south-africa-mine-violence-862/

http://www.tagesschau.de/ausland/suedafrika288.html

http://www.focus.de/panorama/welt/massaker-bei-streik-polizei-toetet-streikende-minenarbeiter-in-suedafrika_aid_801575.html

http://www.wallstreet-online.de/nachricht/4986418-blutiger-streik-suedafrika-zahl-toten

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2 Antworten auf „Tote bei Bergarbeiterstreik in Südafrika“


  1. 1 mensch 21. August 2012 um 21:43 Uhr

    ich solidarisiere mich auch. vielleicht gibts mal ne kundgebung vor der botschaft oder ähnliches? ich würde kommen.

  2. 2 ASJ Berlin 23. August 2012 um 20:05 Uhr

    Es gab heute eine Kundgebung vor der Südafrikanischen Botschaft. Leider haben wir auch nur relativ kurzfristig davon erfahren.
    Dementsprechend schwach lief die Bewerbung, was uns auch sehr leid tut.
    An dieser Stelle wollen wir nochmal den Aufruf zur Kundgebung Posten.

    „Solidarität mit den streikenden Minenarbeitern!

    In Marikana (Südafrika) wurden bei einem massiven Polizeieinsatz gegen einen Streik der Minenarbeiter der Firma Lonmin am 16. August mindestens 34 Arbeiter von Polizisten erschossen, viele mehr erlitten Verletzungen. Im Vorfeld dieses Massakers wurden im Rahmen des Streiks, der am 10. August begann, bereits sechs Minenarbeiter in Auseinandersetzungen getötet. Gedenkt der Toten, zeigt Solidarität mit den Lebenden! Kundgebung vor der südafrikanischen Botschaft (Tiergartenstr. 18) am 23. August um 14 Uhr.

    Die erschreckenden Szenarien erinnern an die dunkelsten Tage der Apartheid – das Sharpeville Massaker von 1960 und die Ermordung schwarzer Schulkinder in Soweto im Juni 1976.

    Die Apartheid von damals ist vorbei, die ökonomische Apartheid jedoch führt Krieg gegen die Armen. Während unter der regierenden Partei Südafrikas, dem African National Congress (ANC), die Reichen reicher werden, müssen Arbeiter/innen, wie die ermordeten Minenarbeiter weiterhin für angemessene Unterkünfte, Gesundheitsversorgung und Bildung kämpfen. Die ANC hat gezeigt, dass sie nicht mehr sind als die neuen Verteidiger der Besitzer Südafrikas.

    Bitte kommt am Donnerstag den 23. August um 14:00 Uhr zur Südafrikanischen Botschaft in die Tiergartenstr. 18, 10785 Berlin, um eurer Solidarität mit den streikenden Minenarbeitern und den Familien der ermordeten Ausdruck zu verleihen.“

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