Archiv für Dezember 2011

Frequenzkonsum Vol.10

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21.12.2011 | Radiosendung | 88,4 MHz (Berlin) / 90,7 MHz (Brandenburg)
Am Mittwoch unbedingt das Hörfunkgerät rauskramen.
Die Jung und Billig Kampagne stellt sich vor, diesesmal bei unseren KollegInnen von der Vosifa. Ab 20.00 Uhr startet mit Frequenzkonsum Vol. 10 die Jubiläum der Hauseigenen Sendung.
Für alle die beim Kampagnenwochenende nicht dabei waren und alle, die einfach mal nen richtig guten Sender hören wollen, ein Muss!

Also einschalten: Mittwoch, 21.12. ab 20 Uhr auf 88,4 MHz in Berlin und 90,7 MHz in Brandenburg

Nachtrag: Die volle Radiosendung ist nun unter folgendem Link zu hören!

Tresen der ASJ Berlin

17.12.2011 | Tresen | Stadtteilladen Lunte
Die „Jung und billig“-Kampagne stellt sich vor. „Jung und billig“ ist eine Kampagne zur Sicherung und Ausweitung der Rechte von jungen MinijobberInnen, aber auch zur Vernetzung, der rechtlichen Bildung und der Organisation gemeinsamer Aktionen gegen die zunehmende Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse. Wie immer gibt es Getränke und vegane deluxe Vokü.
Los gehts ab 19.00 Uhr in der Weisestraße 53 (U-Boddinstraße)

Jung und Billig Kampagnenstart

16.12.2011 | Vortrag und Podiumsdiskussion | FAU Lokal
Die Kampagne „Jung und billig“ der Anarchosyndikalistischen Jugend (ASJ) Berlin soll dazu dienen, die Rechte von jungen Minijobberinnen zu sichern und auszuweiten, aber auch zur Vernetzung, der rechtlichen Bildung und der Organisation gemeinsamer Aktionen gegen die zunehmende Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse.
Geringfügig beschäftigte Jugendliche werden immer mehr zum billigen Ersatz regulärer Arbeitskräfte. Billig nicht nur wegen der Lohngrenze von höchstens 400 Euro im Monat, sondern auch, weil wir aufgrund von Unerfahrenheit viele unserer Rechte nicht wahrnehmen oder gar nicht von ihnen wissen. Doch gerade für MinijobberInnen wird der Alltag immer stressiger, die Arbeit umfangreicher. Und am Ende steht meist ein Monatslohn, der der geleisteten Arbeit gar nicht gerecht wird.
Wir wollen euch vorstellen, wie wir dagegen vorgehen wollen und wie wir probieren, Jugendlichen eine kämpferische Praxis im Betrieb nahe zu bringen. Dazu werden wir außerdem externe ReferentInnen einladen und hoffen auf eine gute Diskussion. Das Podium ist am Ende offen für euch und eure konkreten Probleme im Betrieb.
Los gehts um 20.00 Uhr im FAU Lokal, Lottumstraße 11 (U-Rosenthaler Platz/U-Rosa-Luxemburg-Platz)

Jung und Billig

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Jung und Billig – Eine Kampagne stellt sich vor
Am 16.12 ist offizieller Kampagnenstart der Jung und Billig Kampagne. An dieser Stelle wollen wir der Kampagne nochmal Platz geben sich vorzustellen. Der folgende Artikel ist auch in der neuen Ausgabe des Schwarzen Kleeblatts zu finden.

Jung und Billig?!
Gegen Ausbeutung im Minijob

Am 16.12.2011 ist offizieller Kampagnenstart der Jung und Billig Kampagne in Berlin. Wer wir sind, was wir mit der Kampagne erreichen wollen und was ihr machen könnt, um daran teilzuhaben, wollen wir hier für euch klären.

MinijobberInnen begegnen uns in letzter Zeit immer häufiger im Alltag. Sie sind die Menschen, die uns im Gruselkabinett erschrecken, uns in Gaststätten bedienen und unseren Einkauf über das Warenband laufen lassen. In allen Betrieben, in denen man relativ flexibel mit seinen Angestellten umgehen kann, werden MinijobberInnen immer beliebter, um Vollzeitangestellte zu ersetzen und Sozialabgaben niedrig zu halten. Die Angestellten müssen nicht nur in ihrer Arbeitszeit flexibel bleiben, sondern auch immer mehr hinnehmen, dass ihr/e ChefIn auch relativ flexibel mit ihren Rechten rumspielt.
Hier liegt die große Gemeinsamkeit bei allen Minijobs. Der Grad, in dem vorallem jungendliche MinijobberInnen für ihre Unerfahrenheit ausgenutzt werden, wird allgemein unterschätzt.
Und um genau das zu ändern, haben wir die Jung und Billig Kampagne ins Leben gerufen.

Wer steht hinter dem Projekt
Die Kampagne wird in erster Linie von einer Arbeitsgruppe der Anarchosyndikalistischen Jugend (ASJ) Berlin getragen. Die ASJ ist eine Jugendgruppe, deren Kernidee die Selbstverwaltung aller Menschen in all ihren Lebensbereichen ist. Teil dieser Selbstverwaltung ist es, dass wir unsere Probleme im Alltag angehen müssen. Und zwar mit den Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind, wie wir selbst. Eine besondere Rolle spielt dabei für uns, gemeinsam unsere Arbeitsbedingungen zu verbessern. Und so lag der Gedanke auch nicht fern, uns als MinijobberInnen innerhalb der ASJ zusammen zu finden, um uns darüber auszutauschen, wie wir konkrete Verbesserungen in unseren jeweiligen Betrieben durchsetzen können.
Die Idee zur Jung und Billig Kampagne kam uns vorallem durch eine befreundete Gruppe in Schweden, die ein ähnliches Projekt gestartet hatte und viele Leute dazu inspirierte, sich gegen ihre Chefs zu wehren. Außerdem stehen wir als ASJ der Basisgewerkschaft FAU nahe, deren Arbeitskämpfe wir immer wieder unterstützen und auf deren Erfahrungen wir immer zurückgreifen können.
Die erste Arbeit begann vor etwas mehr als einem Jahr. Es dauerte eine Weile, Vorgehensweisen zu überlegen, uns ins Arbeitsrecht einzulesen und außerdem wechselte die personelle Zusammensetzung der Arbeitsgruppe des Öfteren. Sicherlich können wir nicht davon ausgehen, dass die Arbeit jemals komplett abgeschlossen ist, doch die Kampange hat immer mehr an Form gewonnen und ist nun soweit an die Öffentlichkeit zu gehen.

Wohin es gehen soll, entscheidet ihr
Was die Kampagne will und wo sie hinführt hängt in erster Linie damit zusammen, was ihr als MinijobberInnen für Forderungen stellt. Wir von der Kampagne wollen uns nicht aufspielen und euch alles Vorgeben, was ihr wie zu ändern habt. Das können wir auch gar nicht, da jeder Mensch, jede Belegschaft und jeder Betrieb anders ist. Was wir euch aber bieten können ist, euch Hilfestellung beim kennenlernen eurer Rechte zu geben. Wir können euch Tipps geben wie ihr eure Forderungen umsetzten könnt und vor allem werden wir euch unterstützen, wenn ihr und eure KollegInnen einen offenen Konflikt mit dem/r ChefIn austragen wollt.
Wir haben also die nötigen Strukturen, um euch zu helfen selbstbewusst für eure Interessen einzutreten. Wirklich beleben könnt nur ihr sie.
Der erste Schritt, den ihr machen könnt um aktiv zu werden, ist praktisch schon getan: sich zu informieren. Die folgenden Schritte können euch in viele Richtungen führen. Ob ihr euch dazu entscheidet, durch einzelne Aktionen den Alltag angenehmer zu gestalten, oder ihr dafür sorgen wollt, dass es auf eurer Arbeit eine nachhaltige Organisation für Minijobbende gibt. Sicher ist, dass die Jung und Billig Kampagne euch gerne bei jedem Schritt unterstützt, den ihr macht, um gegen Ausbeutung im Minijob vorzugehen.

Die Kampagne findet ihr unter: Minijob.cc

Oder auf Facebook

Neue Ausgabe des Schwarzen Kleeblatts erschienen.

Die neue Ausgabe des Schwarzen Kleeblatts ist da. Mit dieser Augabe wird der Kampagnenstart der Jung und Billig Kampagne in Berlin unterstützt, daher haben wir uns entschlossen eine Spezialausgabe zum Thema Minijobs zu machen. Hier das Editorial:

Feuerwerk, blinkende Lichter und Konfetti…
so fühlt es sich zumindest für uns an, denn wir können mit ein wenig Stolz behaupten, dass ihr eine besondere Ausgabe des Schwarzen Kleeblatts in den Händen haltet. Mit der sechsten Ausgabe haben wir ein Special zum Thema Minijobs gestartet und zwar aus gutem Grund.
Nach einer langen Arbeitszeit, vielen Treffen und Vorbereitungen, ist die „Jung und Billig“ Kampagne der ASJ Berlin bereit, das Licht der Welt zu erblicken und wir sind mit großem Elan erfüllt, sie mit euch zu teilen. Um den Kampagnenstart zu unterstützen und euch mit den nötigen Infos drumherum zu versorgen, haben wir uns dazu entschieden in dieser Ausgabe des Schwarzen Kleeblatts den Platz zu nutzen, um die Kampagne vorzustellen und ein wenig in den vielfältigen Arbeitsbereich einzuleiten, den Selbstorganisation im Minijob bieten kann. Die aufmerksamen LeserInnen unter euch werden gemerkt haben, dass sich zwischen den neuen Artikel auch ein Alter wiederfinden lässt, den wir für lesenswert gehalten haben. Sozusagen als Leitartikel stellt sich die Kampagne ausgiebig vor und es gibt diverse Artikel, die euch grundlegende Einführungen zu Begriffen und rechtlichen Gegebenheiten rund um 400-Euro Jobs geben. Besonders freut es uns (mehr…)