Panzer, Tonfa und Stacheldraht: die Gegenwart der Bildung?

17.06. | 20h | Podiumsdiskussion | Im FAU Lokal (Lottumstr. 11)
Mit den Plänen des Verteidigungsministers zum Umbau der Bundeswehr zu einer Angriffsarmee bei gleichzeitiger Abschaffung des allgemeinen Kriegsdienstes geht einher, dass die Bundeswehr mehr Nachwuchs braucht. So versucht die Bundeswehr an Schulen, die zukünftigen SoldatInnen direkt anzusprechen, beispielsweise über Stände bei Berufsmessen oder
teilweise verpflichtenden Werbeveranstaltungen auf Schulhöfen, wo die Bundeswehr als ganz normaler Arbeitgeber dargestellt werden soll. Etwas subtiler kommen „Verbindungsoffiziere“ gerne in den Politikunterricht und berichten über die friedensschaffenden Missionen der Bundeswehr. Mit der „Bildungsmethode POL&IS“ wendet sich die Bundeswehr mit Projekttagen direkt an SchülerInnen und StudentInnen um über Politik und Sicherheit zu „lehren“.
An Universitäten dagegen wird das Militär selbstverständlicher Teil der Universität, als wichtige Finanzquelle für auf Drittmittel angewiesene Forschungsvorhaben und über die Organisation eigener Studiengänge. An der Universität Potsdam gibt es den Studiengang „Military Studies“ und an der FU Berlin den Sonderforschungsbereich 700 „Governance in Räumen
begrenzter Staatlichkeit“.

Auch Repressionsorgane wie die Polizei und der Verfassungsschutz drängen unteranderem mit Themen wie „Extremismus“ weiter in den Bildungsbereich. Besonders fragwürdig wird dies wenn eigentlich zivilgesellschaftliches Engagement im Kampf gegen antidemokratische und rassistische Tendenzen gefragt ist.

Meist können Polizei, Bundeswehr und Verfassungsschutz ihr Angebot – im Gegensatz zu Vereinen und Freiberufler_innen – kostenlos anbieten und sorgen so für zusätzliche Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse.

Zu der Podiumsdiskussion mit Betroffenen und Engagierten, wie Alex Müller von der Anarchosyndikalistischen Jugend (ASJ), Frank Metzger vom Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin (APABIZ) und AktivistInnen zum Studiengang Military Studies, läd euch die Bildungssektion der FAU Berlin herzlich ein.
Die Veranstaltung ist am 17.06 um 20 Uhr im FAU-Lokal in der Lottumstraße 11.

Share and Enjoy:
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • email
  • MySpace
  • Facebook

1 Antwort auf „Panzer, Tonfa und Stacheldraht: die Gegenwart der Bildung?“


  1. 1 Panzer, Tonfa und Stacheldraht: die Gegenwart der Bildung? « Anarchistischer Funke Pingback am 16. Juni 2011 um 12:09 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.