Arbeitslos – Antriebslos!?

Am 2. Mai hinaus auf die Straßen zum Kampf!

Soziale Hängematte!? – Schön wär’s! Zwar hält sich dieses ekelhafte Vorurteil hartnäckig in vielen Köpfen der Gesellschaft, doch dabei ist gerade den Betroffenen bewusst, was es heißt, ohne Arbeit zu sein. Was es heißt, ständig zum Jobcenter zu rennen, sich einem Nerven zerreibenden Bürokratiewesen zu unterziehen, was es heißt, sich willenlos für Zwangsarbeit zur Verfügung zu stellen. Was es heißt, sich und seinen Kindern nie das ermöglichen zu können, was man sich eigentlich immer gewünscht hätte.

Dabei sind es Wünsche, die keinen Luxus, sondern nur normale Ansprüche darstellen, Ansprüche auf ein soziales, menschenwürdiges Leben. Nichts spektakuläres, nichts dekadentes. Es sind nicht diese Ansprüche, die die Gesellschaft zernagen, sondern die herrschenden Umstände, die sie erst notwendig machen. Es handelt sich dabei um einen normalen marktwirtschaftlichen Prozess, der diese Zustände hervorbringt.

Die Gesellschaft wird bewertet, verwertet und entwertet. Nicht nur ihre Gegenstände, nein, auch ihre Menschen! ArbeiterInnen werden je nach wirtschaftlichen Voraussetzungen eingekauft und entsorgt! Kein Schicksal einiger Weniger, sondern eines, das wie eine ständige Bedrohung über den Köpfen aller Werktätigen schwebt! Daher muss klar sein, ob in Arbeit oder nicht, es handelt sich bei uns allen um eine große Interessensgemeinschaft! Zu der sowieso schon hohen Zahl an Arbeitslosen, muss die Masse an Erwerbstätigen hinzugerechnet werden oder andersherum. Entscheidend ist: Letztendlich teilen wir allesamt die oben genannten Ansprüche.

Doch wir stehen mit diesen Bedürfnissen gemeinsam im Widerspruch zu einer Klasse von Bossen und PolitikerInnen, welche ihre Privilegien durch unser Leid nähren. Um ihr Fortbestehen zu gewährleisten, haben sie Gesetze geschaffen, Jobcenter mit – eigentlich genauso armen – Angestellten besetzt und einen mächtigen Polizeiapparat für den Ernstfall gewaltbereit getrimmt.

Ihre Botschaft ist Kampf! Unsere Antwort heißt Kampf!

Und so wollen wir voller Elan nicht nur den Tag der Arbeit am 1. Mai, sondern vor allem den 2. Mai, als Kampftag für all die erwerbslosen ArbeiterInnen, mit euch begehen! Dies wollen wir zum einen mit einer Demonstration tun, zum anderen möchten wir den Tag allgemein nutzen, um Kampfgeist zu wecken, realistische Widerstandsperspektiven aufzuzeigen und anschließend zu organisieren.

Das Schlüsselwort heißt Selbsthilfe

Wer kann sich besser um die eigenen Interessen kümmern, als wir Betroffenen selbst!? Schon der gegenseitige Austausch über die eigene Situation oder gegenseitige Unerstützung bei Amtsbesuchen sind erste Anfänge. Hierzu gibt es schon einige Initiativen und es müssen mehr werden! Es gilt, die Bedürfnisse nicht mehr irgendwem zu überlassen, sondern sie nach und nach eigenhändig zu organisieren. Seien es die Rechtshilfe oder auch gut organisierte direkte Aktionen, wie beispielsweise die Blockade von Eingängen, Besetzung von staatlichen Einrichtungen, die konkrete materielle Hilfe untereinander und miteinander oder die Ausweitung einer Vernetzung zu erwerbstätigen, gewerkschaftlich organisierten Personen, um einen ökonomischen Druck auf die Herrschenden auszubauen:

Nur die Selbstorganisation bietet effektive Gegenwehr!

Der Feind sitzt oben, wir müssen ihn nicht unten suchen. Unten sind wir viele.
Wir vereinen uns in der Vorstellung nach einem besseren Leben !?
So lasst uns auch im Kampf dafür vereinen und organisieren!Lasst uns aktiv werden!

Für ein selbstbestimmtes Leben ohne soziale Nöte und profitable Zwänge!

Demo | 2. Mai | 13h | Senefelder Platz (U2)

Aufruf als Download

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