Archiv für März 2011

Katastrophen-Hilfsfond für prekäre ArbeiterInnen in Japan

paff

Angesichts der enormen Zerstörungen durch das Erdbeben und die Tsunamis am 11. März 2011 sowie angesichts der nach wie vor drohenden nuklearen Katastrophe durch das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima I, hat die FAU-IAA beschlossen einen Hilfs- und Solidaritätsfond für prekäre ArbeiterInnen in Japan – den «Freeters Solidaritätsfond» ins Leben zu rufen. Als anarchosyndikalistische Basisgewerkschaft gilt unsere erste Sorge den vielen prekären ArbeiterInnen (Freeters), die schon vor der Katastrophe ausgegrenzt und zu vielfach miserablen Arbeits- und Lebensbedingungen gezwungen waren. Die FAU-IAA hat kurzfrístig einen Grundstock für den Fond zur Verfügung gestellt. Sie ruft darüber hinaus zu Spenden für den Hilfs- und Solidaritätsfond auf, dessen Mittel in enger Absprache mit der «Freeter Zenpan Roso», einer Selbstorganisation prekärer ArbeiterInnen in Japan, eingesetzt werden sollen.
Spenden nehmen wir über das Konto:
FAU
Kontonr.: 96152201
Postbank Hamburg (BLZ 200 100 20)
unter dem Stichwort «Freeters» entgegen.

Jeder noch so kleine Beitrag als Ausdruck gelebter Klassensolidarität ist willkommen. (mehr…)

Soli für Warschauer MieterInnenbewegung

soli
Am Donnerstag, den 24. März, führten Mitglieder der Freien ArbeiterInnen-Union (FAU) Berlin und der Anarchosyndikalistischen Jugend (ASJ) Berlin eine Soliaktion für die MieterInnenbewegung in Warschau durch. Sie protestierten damit gegen die dortige Wohnungspolitik, mit der Tausende Menschen terrorisiert und der Verelendung ausgesetzt werden. Trauriger Anlasse der Proteste war die vermutliche Ermordung der Warschauer Mieteraktivistin Jolanta Brzeska Anfang März.

Die Protestkundgebung fand vor dem Collegium Hungaricum statt, wo am Abend eine Konferenz zu Ordnungsmodellen im postsozialistischen Osteuropa eröffnet wurde, zu welcher der polnische Botschafter in Berlin erwartet wurde. Dieser sagte allerdings in letzter Minute ab. Ob dies wegen der Proteste geschah, sei dahingestellt.

Ein Bericht über die Aktion wurde am selbigen Abend beim Funkahaus Europa des RBB auf polnisch ausgestrahlt. Der Mitschnitt findet sich hier. (mehr…)

Endlich Abschalten!

atomkraft2

26.03. | 12 h | Demo | Potsdamer Platz

Mit zehntausenden Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet wollen wir am kommenden Samstag, den 26. März in vier Großstädten für das endgültige Aus der Atomenergie auf die Straße gehen. Demonstriert mit!

Solidarität mit der MieterInnenbewegung in Polen!

kundgebung

24.03. | 18.15 h | Kundgebung | Dorotheenstr. 12

Die FAU Berlin und die ASJ Berlin solidarisieren sich mit den kämpfenden MieterInnen in Warschau und protestieren gegen die dortige Wohnungspolitik, mit der Tausende Menschen terrorisiert und der Verelendung ausgesetzt werden. Anlässlich einer Konferenz zur gesellschaftlichen Entwicklung im postsozialistischen Osteuropa werden sie dies nicht nur dem polnischen Botschafter zum Ausdruck bringen, der zur Eröffnung anwesend sein wird.
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Tag der politischen Gefangenen

freiheit für alle politischen gefangenen
Überall auf der Welt erfahren Menschen Repressionen, Festnahmen, Folterungen oder sogar den Tod und das einzig und allein aus dem Grund, weil sie sich für eine bessere und gerechtere Welt einsetzen, eine Welt ohne “unten” und “oben”.
Der 18. März ist der Tag der politischen Gefangenen, an dem wir unsere Solidarität allen aussprechen wollen, die für ihren Kampf für Freiheit gefangengenommen wurden.

Aus diesem Anlass wollen wir noch einmal auf die Situation der “Geiseln von Chimki” aufmerksam machen und dokumentieren im nachfolgenden Text die Chronik um die Geschehnisse des Walds von Chimki.
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ASJ-Berlin Tresen – Japan-Soli

charlie chaplin

Wie nun jeden dritten Samstag im Monat veranstalten wir am 19. März um 19 Uhr unseren Tresen im Stadtteil- und Infoladen Lunte in der Weisestr. 53 (U-Bhf Boddinstr).
Neben Getränken und veganer Vokü werden wir auch den Film Moderne Zeiten von Charlie Chaplin zeigen. Die Einnahmen werden an ein Soli-Konto für die japanische Freeters-Union (Gewerkschaft prekär Beschäftigter) gehen.
Mit dem Geld soll zum Einen ermöglicht werden, durch Angebote AktivistInnen ein Flugticket nach Deutschland zu bezahlen und auch ihren Aufenthalt zu finanzieren. Darüberhinaus wollen wir sie natürlich auch vor Ort unterstützen, so gut wir es können.

Wer die japanischen GenossInnen unabhängig von unserem Tresen finanziell untestützen möchte, kann dies unter folgendem Spendenkonto tun:

FAU
Kto. 96152201
BLZ 20010020
Postbank Hamburg
Verwendungszweck: Freeters Relief Fund

MieterInnen-Aktivistin tot in Warschau gefunden

Jola
Am 7. März erfuhren wir vom Tod einer Aktivistin der MieterInnenbewegung. Jolanta Brzeska wurde tot in den Wäldern von Warschau gefunden.
Ihr Körper war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt und es ist unklar ob sie bereits tot oder noch lebendig war, als es geschah [1].

Die 64 Jahre alte Jola war eine Gründerin der Warschauer MieterInnenbewegung. Als engagierte Aktivistin redete sie gekonnt vor fremden Leuten, ging zu allen Demonstrationen, blockierte Versammlungen und half anderen MieterInnen. Persönlich befand sie sich in einer Schlacht mit Warschaus berüchtigten »slumlord« Marek Mossokowski [2], denn sie war die letzte Mieterin in einem für ihn wertvollen Objekt. Ursprünglich war das Haus nicht in Privatbesitz, sondern in öffentlicher Hand; Jola hatte schon sehr lange darin gewohnt. Die Gegend war für Anleger sehr attraktiv; die bauten luxuriöse Wohnungen mit einem Kaufpreis von 5000 € pro Quadratmeter direkt neben Jolas Haus. Ihre Tortur begann als eines Tages 10 fremde Männer an die Tür klopften. So fand sie heraus, dass ihre städtische Wohnung in private Hände gefallen war.

Tausende in Warschau erhielten diese schockierende Nachricht, denn die Stadt informiert niemanden über ihre Pläne. Wahrscheinlich erfahren die meisten MieterInnen von der Privatisierung ihrer Wohnung erst nach Abschluss des Verkaufsvertrages [3]. (mehr…)

Ein anarchistisches Programm

Errico Malatesta
12.03. | 18h | Tempest Library
Zur Unterstützung der Tempest Library werden wir dort eine Lesung mit Texten des italienischen Anarchisten Errico Malatesta veranstalten. Die Texte drehen sich um die Thematiken Wahlen, Anarchismus, Propaganda der Tat und Anarchie und Gewalt. Dazu wird es ein musikalisches Rahmenprogramm geben.
Mit der Lesung versuchen wir auf die schwierige finanzielle Lage der Tempest Library aufmerksam zu machen. Daher werden auch alle Getränkeeinnahmen an die Bibliothek gehen.

Los geht’s um 18 Uhr in den Räumen der Tempest Library in der Reichenberger Straße 63a.

Erste Ausgabe des Schwarzen Kleeblatts ist da!

Schwarzes Kleeblatt der ASJ Berlin

Die erste Ausgabe unserer nun regelmäßig erscheinenden Zeitung Schwarzes Kleeblatt ist ab heute auch auf unserem Blog als pdf zu haben.

Der Leitartikel in dieser Ausgabe beginnt aus gegebenen Anlass mit einem Bericht über den Naziaufmarsch in Dresden, der dieses Jahr einmal mehr ansteht. Im Bereich Regional es greifen wir das Thema Gentrifizierung auf und in Sachen Überregionale Ereignisse findet ihr einen kritischen Artikel zu den häufig stattfindenden Bildungsstreiks, die immer wieder Ergebnisse vermissen lassen. An Ergebnissen fehlt es der ständig stärker werdenden Überwachung aller Menschen hingegen nicht, die mittels RFID-Chips eine neue Dimension erreichen könnten, was wir in der Rubrik Globales genauer Beleuchten.

In Zukunft sind alle Ausgaben unter der Kategorie „Schwarzes Kleeblatt“ zu haben.

Noch eine „Geisel von Chimki“ in Gefangenschaft

Denis Solopow
Denis Solopow, einer der Teilnehmer der Aktion zum Schutz des Waldes in Chimki am 28. Juli 2010 vor der dortigen lokalen Verwaltung, wurde in Kiew von Angehörigen der Kriminalpolizei festgenommen.

Die Festnahme erfolgte am 2. März 2011 beim Kiewer Migrationsdienst just in dem Augenblick, als Denis eine Ablehnung der ukrainischen Behörden hinsichtlich seines Gesuchs um Asyl erhalten hatte und im Begriff war, deren Anfechtung vor Gericht vorzubereiten. Nach Angaben der Homepage der Kiewer Menschenrechtsorganisation „Projekt „Ohne Grenzen des Zentrums für „Soziale Aktion““ besteht der Verdacht, dass die Mitarbeiter des Migrationsdienstes vertrauliche Informationen über den Termin von Denis in deren Räumlichkeiten an die Miliz weitergeleitet haben. Die Behörde macht dazu keine Angaben. (mehr…)