Aufruf der ASJ Berlin zu den FAU Aktionstagen

In Berlin artet ein Arbeitskampf zwischen dem Kino Babylon Mitte und der Freien ArbeiterInnen Union (FAU) zu einem Gewerkschaftsverbot aus. Mit an der Seite der Geschäftsführung die angeblichen Arbeitnehmerfreunde ver.di, Linkspartei und SPD.

Dass SPD und Linke sich gerne als Retter der ArbeiterInnen darstellen, ist kein Geheimnis, besonders in Zeiten der Krise. Mit ihrer geheuchelten Gerechtigkeitsmasche, z.B. das laute Rufen nach Mindestlöhnen von 7,50€ bzw. 10€ versuchen sie WählerInnen auf ihre Seite zu ziehen. Zu viele Leute glauben an den Scheiß!
Deutsche Justiz stellt sich gegen Gewerkschaftsfreiheit!

Hätte man denn nicht schon im Babylon, einem vom rot-roten Senat (!) geförderten Kino, mit dem Mindestlohn anfangen können? Nein! – das ist ja keine Angelegenheit der Linkspartei. Auch die sozialdemokratische ver.di hielt es nicht für nötig, auf die Bedürfnisse der Belegschaft einzugehen.
Erst als diese, ignoriert und allein gelassen, sich an die Freie ArbeiterInnen Union Berlin (FAU Berlin) wandte und mit ihr gemeinsam für die Durchsetzung der Lohnforderungen kämpfte, schaltete sich ver.di auf Geheiß der Linkspartei in den Arbeitskampf ein und unterwanderte ihn. Was war der Grund? Gesunder Menschenverstand legt einem doch eigentlich nahe, seine Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen, wenn man von anderen keine Hilfe bekommt. – Oder nicht!?
Allein das Aufsehen, das der Arbeitskampf erlangte, war der Grund, dass sich ver.di eingemischt hat.
Der Arbeitskampf hätte, wenn er nicht von ver.di und Linkspartei sabotiert worden wäre, den Menschen zeigen können, dass es möglich ist die Erfüllung seiner Bedürfnisse in die eigene Hand zu nehmen, ohne jemandem zu unterstehen. Doch ver.di „duldet keine gewerkschaftliche Konkurrenz“(Zitat ver.di-Funktionär Recklinghausen) und auch Landesbezirksvize Berlins, Andreas Köhn „steht zum Modell der Einheitsgewerkschaft“ . Geht es nach ihnen, soll man erst vor ihnen auf die Knie fallen und Loyalität beweisen, um ihnen dann schließlich die Entscheidung über die eigenen Angelegenheiten zu überlassen. Den Gipfel erreichte der Konflikt schließlich, als sich auch die Justiz (nicht überraschend) auf die Seite von Arbeitgeber, Partei-und Gewerkschaftsbonzen stellte und die FAU Berlin als (Basis-)Gewerkschaft de facto verbot.
Das ist ein skandalöser Einschnitt in die Rechte der Arbeiter! Lasst euch nichts vormachen! Wehrt euch gegen Sozialpartner, wie ver.di und Linkspartei! Sie schmücken sich mit leeren Forderungen! Seit auch ihr an eurem Arbeitsplatz von prekären Lohnverhältnissen betroffen? Dann setzt eure Forderungen selbst durch!
Vom 14.2. bis zum 21.2. gibt es eine Aktionswoche gegen das Gewerkschaftsverbot der FAU – Berlin.

Sonntag 14.2.: 18.00h Kundgebung vor dem Kino Babylon Mitte
Dienstag 16.2.: 10:30h Widerspruchsverafhren der FAU – Berlin beim Landesarbeitsgericht Berlin
Freitag 19.2.: Warm-up-Party der NEA im Subversiv(Ubhf Rosenthaler Platz U8)
Samstag 20.2.: 18.00h Demonstration der FAU vom Berlinalepalast am Portzdamer Platz bis zum Kino
Babylon Mitte
Sonntag 21.2.: After-Demo-Vokü von der NEA und FAU im Subversiv

weitere Informationen folgen…

Nehmt teil, startet eigene Aktionen, die ein Zeichen gegen die Klassenjustiz und für die Solidarität mit den Angestellten des Babylon und der FAU zeigen.

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