Archiv für Dezember 2009

31.12.2009, 10Uhr: Solidaritätskundgebung zu den Inhaftierten Serbischen GenossInnen

Kundgebung 31.12.2009
Am 4. September nahm die serbische Polizei in einer groß angelegten Aktion insgesamt sechs Mitglieder oder Sympathisanten der «Anarhosindikalistička inicijativa» (ASI) in Belgrad fest.
Die ASI, als serbische Sektion der «Internationalen Arbeiter-Assoziation» (IAA), der Internationale der anarchosyndikalistischen Gewerkschaften, ist eine der wenigen offen agierenden libertären Organisationen in Serbien. Allen sechs Verhafteten wird auf Grund fadenscheiniger Konstrukte und fingierten Beweismitteln „internationaler Terrorismus“ vorgeworfen. Der serbische Staat versucht in einer dreisten Offensichtlichkeit mit dieser, an den Haaren herbei gezogenen Anklage, die libertäre ArbeiterInnenbewegung im Land zu zerschlagen und in der Öffentlichkeit zu kriminalisieren. Daher fordern wir: Freiheit für die Belgrade 6! Bekennt Solidarität mit der ASI! ASJ Berlin

Und Zum Download:
ASI-Flyer

Heilige Nacht

Und zum Fest, ein kleines Gedicht von Erich Mühsam:

Heilige Nacht

Geboren ward zu Bethlehem
ein Kindlein aus dem Stamme Sem.
Und ist es auch schon lange her,
seit’s in der Krippe lag,
so freun sich doch die Menschen sehr
bis auf den heutigen Tag.
Minister und Agrarier,
Bourgeois und Proletarier -
es feiert jeder Arier
zu gleicher Zeit und überall
die Christgeburt im Rindviehstall.
(Das Volk allein, dem es geschah,
das feiert lieber Chanukah.)

Veranstaltungshinweis: Solitresen für Anarchisten in Russland in der Lunte

So. 20.12.2009: Solitresen für Anarchist_Innen in Weißrussland. Soli für Belarussisches ABC, Food-Not-Bombs, Anti-Knast. Film „Squat-Szene-Minsk“ (BLR) und Vortrag über Weißrussland und Vokü Wareniki (russische Kartoffelteigtaschen), Bortsch. Eintritt frei.

Lunte: Weisestr. 53, 12049 Berlin (U-Bhf. Boddinstrasse)

Demonstration: FAU Berlin: Verboten Kämpferisch!

FAU Berlin: Verboten Kämpferisch!
Gewerkschaftsfreiheit verteidigen!
Info-Veranstaltung Fr, 18.12. 19Uhr
Demo Sa, 19.12. 16 Uhr

Seit dem 11.12. darf die FAU Berlin sich per einstweiliger Verfügung nicht mehr Gewerkschaft nennen. Das bedeutet de facto ein Verbot dieser kleinen kämpferischen ArbeiterInnenorganisation.

Solikundgebung für ermordeten Iwan Chutorskoi!

Am Abend des 16. Novembers 2009 wurde der Moskauer Iwan Chutorskoi in seinem Treppenhaus hinterrücks erschossen. Der russische Antifaschist und Anarchist stand schon seit längerem auf den Todeslisten dortiger extrem rechter Organisationen. Dieser Vorfall spiegelt die katastrophalen Verhältnisse innerhalb der russischen Gesellschaft im Umgang mit dem Faschismus wieder. Parallel dazu finden staatliche Repressionen gegen Arbeiterorganisationen statt.
So muss zum Beispiel die anarchosyndikalistische SKT (Sibirische Konföderation der Arbeit) die nationalistische Willkür des Machtapparates erfahren: Direkt auf einer Kundgebung kommt es zu Übergriffen von zivilpolizeilichen Prügeltrupps (als Waffen dienten Russlandfahnen!), wird auf ArbeitgeberInnen von AktivistInnen Druck ausgeübt, diese zu entlassen und zusätzlich wird in absurden Verleumdungsversuchen behauptet, die SKT sei eine nazistische Vereinigung.

Jetzt müssen wir Solidarität zeigen! Ein Angriff auf eine/n ist ein Angriff auf alle!

Kundgebung Freitag, 18.12. 18 h
Unter den Linden 63-65, vor der russischen Botschaft

Aufforderung zur Stellungnahme zur Inhaftierung serbischer GewerkschafterInnen an die Serbisch-Deutsche-Gesellschaft e.V.

Free the Belgrad6!

Vuk Karadzic-Gebrüder Grimm‘
Serbisch-Deutsche Gesellschaft e.V.
Pankstr. 10
13357 Berlin


Sehr geehrte Serbisch-Deutsche Gesellschaft,

wie sie vielleicht mitbekommen haben, wurden im September diesen Jahres in Belgrad sechs Menschen festgenommen, die meisten von ihnen Mitglieder basisdemokratischen
Gewerkschaft „Anarhosindikalistička inicijativa“ (ASI).

Unter dem Vorwurf des „Internationalen Terrorismus“ wurde am gleichen Abend eine 30-tägige Untersuchungshaft verhängt. Der Vorwand für die Festnahmen sind geringfügige Sachbeschädigungen am Gebäude der griechischen Botschaft in Belgrad. Ein an die Wand gesprühtes Graffiti, eine gesprungene Scheibe und ein Brandfleck an der Fassade, verursacht durch eine angezündete Benzinflasche, die am 25. August auf die leerstehende Botschaft geworfen wurde.
Zu dieser Aktion, die aus Solidarität mit dem damals seit 46 Tagen im Hungerstreik befindlichen griechischen Anarchisten Thodoros Iliopoulos stattfand, hat sich eine unbekannte Gruppe namens „Crni Ilija“ (Schwarze Sonne) bekannt. Thodoros saß seit der Revolte in Griechenland, die im Anschluß an den Mord am 15-jährigen Alexis im letzten Winter stattfand, in Haft. (mehr…)