Archiv für September 2009

Interview mit der Jungen Welt zur Antiwahlkampagne (Authorisierte Fassung)

Interview mit der Jungen Welt zur Antiwahlkampagne (Authorisierte Fassung)

Frank Pott ist Mitglied der Anarchosyndikalistischen Jugend Berlin und Mitorganisator der Kampagne »Wir haben keine Wahl«

F: Unter dem Motto »Wir haben keine Wahl« haben Sie zusammen mit anderen Gruppen eine Kampagne gegen die Bundestagswahl 2009 gestartet. Warum?

Wir sollen am 27. September unsere Stimme für Parteien und Direktkandidaten abgeben und damit eine Institution wie die Bundesregierung legitimieren, die uns die nächsten vier Jahre nichts gutes bescheren wird. Der Parlamentarismus wird unsere soziale Lage nicht verbessern. Die Parteien in den Parlamenten waren für die sozialen Verschlechterungen der letzten Jahrzehnte verantwortlich. In Berlin werden unter dem rot-roten Senat demnächst im Haushalt diverse Einsparungen anstehen. Und alle Parteien, auch die sich selbst sehr sozial darstellen, sind sich einig, daß Kürzungen auf allen Ebenen erfolgen. Besonders betroffen sind in Berlin die öffentlichen Räume für Jugendliche. Da sind sich alle Parteien einig, daß da auf jeden Fall rationalisiert und Gelder weggekürzt werden müssen. Auch kleine Parteien, die für soziale Verbesserungen und mehr Rechte antreten, bleiben im parlamentarischen System verfangen und werden unsere soziale Situation nicht lösen können. Und deshalb sagen wir nein zu Wahlen.

F: Wo wollen Sie statt dessen den Hebel ansetzen, um etwas zu verändern?
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Kampagne gegen Bundestagswahl – Pressemitteilung

Diese Pressemitteilung soll hier Dokumentiert werden:

Die Anti-Wahl-Kampagne 2009 wird am Samstag, den 19.09.09, ab 18 Uhr
eine Informationsveranstaltung in der Meuterei (Reichenberger Str. 58)
abhalten. Es wird über den aktuellen Stand der Kampagne berichtet, sowie
Raum für Diskussionen und Nachfragen rund um die Anti-Wahl-Aktivitäten
geboten. Des weiteren sind alle Interessierten dazu aufgefordert ihre
Wahlbenachrichtigungen mitzubringen und mit der Abgabe dieser die
Kampagne zu unterstützen.

Die Anti-Wahl-Kampagne besteht aus mehreren deutschsprachigen
linksradikalen Gruppen und richtet sich gegen die Bundestagswahl 2009.
Durch das Sammeln und Auszählen eingeschickter und abgegebener
Wahlbenachrichtigungen, wird dem aus der Ablehnung der Wahlen von
Stellvertreter_innen und Vorstellung einer selbstorganisierten und
emanzipierten Gesellschaft motivierten Wahlboykott eine Stimme gegeben.
Weitere Informationen finden sie unter www.keinewahl.tk.

- Anti-Wahl-Kampagne 2009.

Kontakt: antiwahlkampagne@riseup.net
Telefon: 015778201345

Berlin: Morgen Kundgebung vor serbischer Botschaft

Kundgebung für die 5 in U-Haft sitzenden Anarchosyndikalisten der ASI Serbien am Freitag, 18.9. um 11.30 Uhr – Taubert Str. 18 / S-Bahnhof Grunewald vor der serbischen Botschaft
Aufruf der FAU Berlin

*POLITISCHE FESTNAHMEN IN BELGRAD*
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Antinationale Demonstration sogar in der DA + Veranstaltung mit Fred Alpi

Antinationale Vorabenddemo in Dortmund
Als Ergänzung und schöne Annekdote ist anzumerken, dass ein Foto von der Demonstration es sogar in die aktuelle Ausgabe der Direkten Aktion < DA> geschafft hat. Die DA wird von der Freie ArbeiterInnen Union herausgegeben und erscheint alle 2 Monate. Die Aktuelle Ausgabe wird im November 2009 auch Online vollständig einzusehen sein.

Auch sehr schön:
Das Interview mit Fred Alpi zur CNT in Frankreich: „… aktiv werden ohne den Mythos von einer Revolution mit großem Feuer“
und am Mittwoch dem 23. September 20.00 uhr spielt er sogar in den
Räume des SUBVERSIV e.V. (Brunnenstr. 7 HH / U Rosenthaler Pl.) bei uns in Berlin

Aufruf zur Solidarität mit den Inhaftierten Mitgliedern der serbische ASI-IAA von der ASJ Berlin

In Serbien wurden am 3. September 5 Aktivisten Großteils Mitglieder der Basisgewerkschaft „Anarhosindikalistička inicijativa“ (ASI-IAA) des „Internationalen Terrorismus“ beschuldigt und sind bis zum heutigen Tag inhaftiert. Der Grund: geringfügiger Sachschaden an der griechischen Botschaft in Belgrad, zudem sich noch dazu die kladestine Gruppe Crni Ilija bekannt hat. Dass die ASI die einzige offizielle Organisation in Serbien ist, die sich zu einer herrschaftslosen Gesellschaft bekennt, scheint Grund genug zu sein, um deren Mitglieder der Tat zu bezichtigen, sie zu kriminalisieren und sie zu inhaftieren. Auch wenn Serbien im Jahr 2004 die Todesstrafe abgeschafft hat, stehen Tadej Kurep, Ivan Vulović, Sanja Dojkić, Ratibor Trivunac und Nikola Mitrovic in einer Linie mit „Nicola“ Sacco und Bartolomeo Vanzetti und anderer, zahlreicher politischen Inhaftierten, die unsere Bewegung schwächen sollen.
Gerade auch für uns als Jugendliche heißt es jetzt, Solidarität zeigen!
Wir protestieren gegen die staatliche Repression gegenüber den serbischen Gewerkschafter/innen
und fordern ihre sofortige Freilassung, sowie die Einstellung des Verfahrens!
Auf in einen neuen Morgen! Freiheit für die BelgradFIVE, Freiheit für Alle Gefangenen!
Wir, die Anarchosyndikalistische Jugend Berlin, rufen zur Solidarisierung mit den inhaftierten AnarchosyndikalistInnen der serbischen ASI-IAA auf und zur Beteiligung an einem Protestpicknick am 23.09.2009 vor der Serbischen Botschaft in Berlin
Weitere Infos und Solidaritätsveranstaltungen:

Bericht von der Soli Demo für die Serbischen GenossInnen: (FAS)

Solidaritätsseite zur Unterstützung unserer gefangenen GenossInnen
(deutsch, spanisch, englisch):

Solidaritätsseite der ZSP

Demonstration gegen die Inhaftierung von GewerkschafterInnen in Serbien

ALTERNATIVE SCHULEN IN BERLIN – Was ist möglich ?

Die ASJ-Berlin unterstützt folgende Veranstaltung:

ALTERNATIVE SCHULEN IN BERLIN – Was ist möglich ?

Über eine neue Schule wird seit Jahren diskutiert – wir machen sie. An
diesem Abend wollen wir einige Grundgedanken zu Alternativschulen
vorstellen, zeigen, was derzeit in Berlin möglich ist und einen Einblick
in bereits existierende Schulen geben. Wer Lust auf eine lebendige
Diskussion hat, ist herzlich eingeladen, am 12. September um 19.00 Uhr in
der Baiz

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Bericht von der Antinationalen Vorabenddemonstration in Dortmund vom 04.09.2009


Im Kontext der Aktivitäten gegen den “nationalen Antikriegstag” der Dortmunder Neonazis wurde dieses Jahr am 4.9 zu einer Vorabenddemo unter dem Motto aufgerufen, an der sich nach verschiedenen Schätzungen zwischen 800 und 1.200 Menschen beteiligten.*
Organisiert wurde die Demonstration von den „Ums Ganze“ Gruppen NRW und der Gruppe Antifaschistischer Impuls Dortmund mit dem Aufruf “Der Hauptfeind ist das eigene Land” sowie der Anarchistisch-Syndikalistischen Jugend NRW mit dem Aufruf “Nationalismus überwinden – Grenzen einreißen!”.

Gegen 18h sammelten sich die TeilnehmerInnen oberhalb der Freitreppen am Dortmunder HBF. Allerdings wurde der Lautsprecher-Wagen kurz vor dem Startpunkt von der Polizei gestoppt und unter fadenscheinigen Gründen aufgehalten. Die DemonstrationsteilnehmerInnen konnten aber vom Startpunkt zum Platz des Amiens mobilisiert werden, wo der Lauti von der Polizei durchsucht wurde. Nach einigen Minuten konnte ein so großer Druck aufgebaut werden, dass die Polizei keine andere Wahl hatte, als die Demonstration loslaufen zu lassen.

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